12.02.2016 |   Engel & Zimmermann-Analyse

Lebensmittel kommen im TV erneut schlecht weg

Insbesondere die Fleischbranche und die Milchindustrie stehen unter Beobachtung. Knapp jeder sechste der mehr als 500 Beiträge, die öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender im vergangenen Jahr zum Thema Lebensmittel ausstrahlten, drehte sich um den Fleischsektor. In den meisten TV-Beiträgen über die beiden Branchen ging es um Tierhaltung und Erzeugung. Aber auch multiresistente Keime und das aktuelle Thema Milchquote waren Aufhänger.

Insgesamt hätten einmal mehr Aufreger-Themen die TV-Berichte dominiert. Zu diesen Ergebnissen kommt die Agentur Engel & Zimmermann nach einer Analyse der TV-Berichterstattung rund um die Lebensmittelindustrie im Jahr 2015. Darin flossen 516 Beiträge diverser Formate ohne Wiederholungen ein. 2014 hatten die PR-Berater insgesamt 316 Beiträge ausgewertet. 

Demnach stehen Qualitäts-Checks mit 29 Prozent aller Beiträge weiterhin an erster Stelle (2014: 17 Prozent). Am zweithäufigsten wurde mit elf Prozent über vermeintliche "Werbelügen" von Herstellern oder Handel berichtet (2014: acht Prozent, Rang drei). Mit 9,5 Prozent folgt das Themenfeld Produktbelastungen, zum Beispiel durch Keime, Antibiotika und Umweltgifte (2014: sieben Prozent, Rang fünf).

Ein Trendthema in Print- und Online-Medien war 2015 der Vegetarismus. Auch im TV wurde in 14 Beiträgen darüber berichtet und unter anderem der Frage nachgegangen, wie gesund eine Ernährung ohne tierische Bestandteile ist. Ohnehin genießt das Thema Gesundheit von Lebensmitteln hohe Popularität und belegt Rang vier in der Gesamtauswertung der Top 5-TV-Themen 2015. Denn ob Zucker, Fertigprodukte oder Energy-Drinks, sie alle wurden auf ihre möglichen Gesundheitsgefahren untersucht.

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