Nichts mehr vergessen
Als „virtuelles Gedächtnis“ hilft Evernote PR-Profis, die tägliche Informationsflut zu meistern. Der Webdienst merkt sich alles, was der Nutzer mittels Rechner oder Smartphone abspeichert und macht es von überall und jederzeit abrufbar. Von Stephanie Messer
Mehrere Kunden parallel betreuen, auf spontane Presseanfragen reagieren oder das nächste Event organisieren – Multitasking-Alltag des Kommunikationsprofis. Ob im Unternehmen oder in der Agentur, PR-Manager müssen laufend Informationen sammeln, priorisieren und in eine PR-Strategie gießen. Hier kommt Evernote zum Einsatz. Mit dem kostenlosen Webdienst lassen sich auf einem beliebigen Gerät Notizen erstellen, Fotos und PDFs importieren oder Webseiten speichern. Evernote bietet Programmversionen für PC, Mac und verschiedene mobile Endgeräte wie iPhone, iPad, Android oder BlackBerry. Jede Notiz wird über den Evernote-Server synchronisiert, die Notizbücher sind auf allen genutzten Geräten abrufbar – überall: im Büro, auf der Messe, zu Hause oder am Abend bei einem Glas Wein.
Unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten
Evernote begleitet PR-Profis auf jeder Etappe einer Kampagne: von der Planung über die Umsetzung bis zur Erfolgskontrolle. Mit dem virtuellen Gedächtnis lassen sich Redaktionspläne und Mediadaten für die Themenauswahl speichern oder relevante Online-Artikel ausschneiden. Spontane Ideen können unter-wegs als Audiomemo auf das Smartphone gesprochen und direkt an Evernote geschickt werden. Alle Notizen können mit Tags versehen werden, Orts- und Zeitangaben werden automatisch zugeordnet, wenn vorhanden. Sehr praktisch für Events ist die integrierte Kartenansicht. Sie ermöglicht eine visuelle Suche aller gespeicherten Locations. Die Bilderkennungsfunktion macht selbst Handgeschriebenes auf Bildern durchsuchbar. So können Visitenkarten abfotografiert und in Evernote gespeichert werden. Online-Clippings können am Ende der Kampagne als Evernote-Notiz gespeichert werden und bleiben erhalten, auch wenn die URL nicht mehr gültig ist.
Im Team nutzbar
Für Gruppen bietet sich Evernote Premium mit zusätzlichen Funktionen an: Vor allem die gemeinsame Nutzung der Notizbücher ist praktisch. So lassen sich etwa White Board-Skizzen von Meetings für Kollegen an anderen Standorten ablegen. Da die Nutzer die Notizen auch ergänzen können, eignet sich Evernote auch für das Brainstorming. Der Webdienst hilft, das Gedächtnis des Teams und des Einzelnen zu entlasten. Die Gewissheit, dass spontane Gedanken nicht vergessen werden, lässt Raum für kreatives Chaos. Ein Premium-Account kostet 45 US-Dollar im Jahr, mit gesponserten Konten lassen sich mehrere Accounts zentral abrechnen.
Stephanie Messer, Inhaberin von messerPR – Public Relations aus München, betreut Evernote (evernote.com) und nutzt den Dienst selbst gern.