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15.05.2009   News
Bundesinitiative macht aus Offlinern Onliner
 

Diese Woche ist in Berlin die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Initiative „Internet erfahren ­– Gemeinsam durchs Netz“ angelaufen.

Ziel ist, die Kompetenz im Umgang mit dem Internet in allen Bevölkerungsgruppen zu erhöhen. 26 Millionen Bundesbürger sind bislang offline. Die Programme richten sich vor allem an Ältere, Behinderte, bildungsferne und einkommensschwache Menschen sowie Migranten. Laut einer von der Initiative in Auftrag gegebenen Studie erleichtern interneterfahrene Freunde und Bekannte den Einstieg in das digitale Netz. Daher sollen so genannte Paten aus dem Umfeld der im Netz bislang unterrepäsentierten Gruppen gewonnen und entsprechend qualifiziert werden. In drei Programmen mit je einer Partnerorganisation werden unterschiedliche Maßnahmen und themenbezogene Projekte umgesetzt. 3,8 Millionen Euro kostet die auf drei Jahre angelegte Initiative des BMWi, für die LoeschHundLiepold Kommunikation aus München die Pressearbeit übernimmt.
Rund zwei Drittel aller in Deutschland lebenden Menschen nutzen das Internet, und die Zahl derjenigen, die zu beruflichen oder privaten Zwecken online gehen, wächst stetig. Nun will die Bundesregierung die „digitale Integration“ der Bürger beschleunigen. Sie verspricht sich davon offenbar auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen. Eine hohe Internetnutzungsrate korreliert, so heißt es, mit einer positiven volkswirtschaftlichen Bilanz. Wenn also nur die Hälfte aller Offliner erfolgreich ins WWW geführt worden ist und dort für 30 Cent Waren ordert, rentiert sich die  Sache schon – rechnet das Milchmädchen. Und immerhin können unsere Omas und Opas dann auch lustig twittern und bloggen. Billiger als Verschrottung und Neukauf von Autos ist diese Bildung sozial Benachteiligter allerdings allemal. (ik)
 

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