07.09.2012 |   Follow Friday

Journalisten empfehlen ihre drei Lieblings-Twitterer

Am Follow Friday empfehlen Twitterati andere Nutzer, denen es aus ihrer Sicht lohnt zu folgen. Nicht fehlen sollte der Hashtag #ff oder auch #followfriday.
Am Follow Friday empfehlen Twitterati andere Nutzer, denen es aus ihrer Sicht lohnt zu folgen. Nicht fehlen sollte der Hashtag #ff oder auch #followfriday.

Der Blick auf die Twitter-Timeline gehört für die Kommunikationsbranche mittlerweile zum Arbeitsalltag. Wer wissen will, welche Themen, Trends und Nachrichten Journalisten gerade bewegen, folgt ihnen einfach, retweetet, favt und bringt sich in die Diskussion mit ein. 

Hier verraten zwitschernde Journalisten, wen sie besonders gerne in ihrer Timeline sehen:


Carolin Neumann, freie Journalistin aus Hamburg und Gründerin der Digital Media Women. 

Twitter: @CarolinN, Tweets: 14040, Follows: 724, Follower: 3785

@j_nb: Digitialjournalistin Jessica Binsch, weil sie ähnliche berufliche Schwerpunkte hat, kluge Fragen stellt und ich, glaube ich, bisher jeder Leseempfehlung nachgegangen bin, die ich von ihr gesehen habe. Das passiert wirklich nicht bei vielen Twitterern.

@whedonesque: der Twitter-Account der bekanntesten Fan-News-Seite, dem Autor-Regisseur Joss Whedon gewidmet. Ich bin ein Serienjunkie und seine Sachen von "Firefly" bis "Buffy" gehören zu meinen All-Time-Favourites. Gelegentlich in der Timeline ein Zitat aus einer Lieblingsfolge entdecken - das sind angenehme kleine Hach-Momente.

@pseudonymphe: die mich immer wieder herzhaft lachen lässt, auch wenn die meisten Tweets ihren Humor aus einer gewissen melancholischen Verzweiflung ziehen.


Christoph Koch arbeitet als freier Journalist unter anderem für NEON, brand eins, GQ und Tagesspiegel. Autor von "Sternhagelglücklich - wie ich versuchte, der zufriedenste Mensch der Welt zu werden"

Twitter: @christophkoch,Tweets: 2817, Follows: 235, Follower: 1496

@rickygervais: Ricky Gervais ist der lustigste Mensch der Welt – und auch auf Twitter sehr unterhaltsam. Nimmt sich selbst für den Dialog mit rechtschreibschwachen Hardcore-Christen, die ihn in der Hölle schmoren sehen wollen, erstaunlich viel Zeit. Typischer Tweet: "I'll probably tweet something that annoys you today. Unfollow now. It will be retweeted by someone else you follow so unfollow them too."

@peterbreuer: Peter Breuer ist einer der Menschen für die Twitter erfunden wurde. Meldet sich trotzdem immer mal wieder ab. Also schnell folgen, so lange er noch da ist. Typischer Tweet: "Als Kind besaß ich ein Postamt, einige Bären und ein Parkhaus. Seitdem ging es relativ steil bergab mit mir."

@jayrosen_nyu: Damit es nicht so aussieht, als würde ich Twitter nur für lustigen Quatsch benutzen, zum Schluss noch was Seriöses: Jay Rosen ist Journalismus-Professor an der NYU und macht sich kluge Gedanken über unsere moderne Medienwelt. Typischer Tweet: "Just posted at PressThink... Everything That’s Wrong with Political Journalism in One Washington Post Item: http://pressthink.org"

Bonus-Account: 

@DrunkRemnick: Der betrunkene David Remnick: Was der Chef des New Yorker nach irrsinnigen Mengen Sherry so twittert. (Hat rätselhafterweise von Twitter keinen "Verified Account"-Stempel bekommen.)


Frank Zimmer, Redaktionsleiter W&V Online

Twitter: @Frankzimmer, Tweets: 499, Follows: 200, Follower: 1039

‏@ufomedia: Thomas Koch, Media-Instanz, Agenturgründer, Kolumnist, Blogger - Thomas Koch twittert zu jeder Tag- und Nachtzeit; ein nie langweiliger Mix aus Branchen- und Weltbetrachtung.

‏@klauseck: Klaus Eck, Social-Media-Papst und PR-Blogger. Angenehm sachlich und informativ.

@ohaimareiki: Eine offenbar ziemlich junge Psychologie-Studentin und fast so etwas wie eine Twitter-Literatin. Witzig und interessant, wie virtuos sie fernab von unserer Branche mit Social Media umgeht. Über 13.000 Follower.


Daniel Bouhs, derzeit Leiter Netzwelt der dapd Nachrichtenagentur. Ab Oktober 2012 berichtet Daniel Bouhs als freier Journalist über das Geschehen in der Medien- und Netzwelt.

Twitter: @daniel_bouhs, Tweets: 3365, Follows: 488, Follower: 2878

@netzpolitik: Weil es Markus Beckedahl geschafft hat, für seinen Schwerpunkt die Informationsquelle schlechthin zu werden. Kein Magazin, kein Nachrichtenportal, schlicht kein anderes Medium führt die Berichterstattung über die Regulierung und Herausforderungen des Internets an, sondern ein Aktivist. Beckedahl zeigt damit, dass Blogger mehr sein können als bloß launige Tagebuchschreiber: sogar echte Alternativen zu klassischen Medienangeboten.

@zdf: Weil mit dem Mainzer Sender ausgerechnet ein öffentlich-rechtliches Angebot das Web 2.0 so sehr lebt wie kein anderes Programm in Deutschland. Die Öffentlichkeitsarbeit, die hier betrieben wird, ist ganz anders als das, was die "Hauptabteilung Kommunikation" sonst bietet: Hier geht es witzig zu, auf Augenhöhe mit den Zuschauern und dennoch höchst informativ. Das Profil ist ein echtes Vorbild für die Szene und tut nicht zuletzt dem Zweiten gut.

@herrurbach: Weil der Berliner Pirat Stephan Urbach zeigt, was es heißt, sich im Digitalen nackt zu machen: Er notiert nicht nur Neues zur Partei und der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, für die er arbeitet. Urbach zwitschert auch seine Gedanken- und Gefühlswelt, offensichtlich ohne Tabus. Das ist bisweilen erschreckend, oft auch sehr anstrengend, aber immer auch restlos authentisch.

 

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