21.09.2012 |   Public-Affairs-Umfrage von MSL

Vertrauen der Lobbyisten in die Bundesregierung steigt

Philipp Röslers Wirtschaftsministerium ist federführend für die deutsche Energiepolitik zuständig. Public-Affairs-Verantwortliche stellen ihm kein gutes Zeugnis aus. (c) Regierung Online / Chapereau
Philipp Röslers Wirtschaftsministerium ist federführend für die deutsche Energiepolitik zuständig. Public-Affairs-Verantwortliche stellen ihm kein gutes Zeugnis aus. (c) Regierung Online / Chapereau

Public Affairs-Verantwortliche haben wieder deutlich mehr Vertrauen in die Regierung. Das geht aus der aktuellen Public Affairs-Umfrage von MSL Germany hervor. 60 Prozent bewerten die Regierungsarbeit mit "gut" - im Vorjahr waren es nur 34 Prozent.

Für die Bundestagswahl 2013 rechnet die Mehrheit der Public Affairs-Experten mit einer großen Koalition: 50 Prozent halten Schwarz-Rot für "sehr wahrscheinlich", weitere 45 Prozent für "wahrscheinlich". Gleichzeitig glauben 90 Prozent nicht an eine Wiederholung von Schwarz-Gelb. 89 Prozent schätzen die Chancen für eine Koalition aus Union und Bündnis90/Die Grünen ähnlich gering ein.

Die Zukunft der Piratenpartei wird überwiegend skeptisch beurteilt. 50 Prozent der Befragten glauben nicht, dass sie sich in Landesparlamenten und Bundestag etablieren wird.

Zum idealen SPD-Kanzlerkandidaten küren 43 Prozent Peer Steinbrück. Hannelore Kraft landet mit 13 Prozent auf Rang drei hinter dem Fraktionsvorsitzenden Steinmeier (33 Prozent). Sigmar Gabriel erreicht mit 10 Prozent nur den vierten Platz.

Energiepolitik der Regierung fällt durch

Die Energiepolitik der Bundesregierung wird zum Amtsantritt von Bundesumweltminister Peter Altmaier sehr kritisch eingeschätzt. 75 Prozent bewerten die Regierungsarbeit im Bereich Energie mit "schlecht" oder "sehr schlecht", im Bereich Umwelt sind es 53 Prozent.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation verstärken Unternehmen und Verbände ihre finanziellen und personellen Investitionen in Public Affairs-Arbeit. Gleichzeitig findet eine stärkere Zusammenarbeit mit Agenturen statt. Wichtigste Entscheiungskriterien dabei sind die Erfahrungen mit dem Dienstleister oder dessen Referenzen (67%), die Vernetzung des Dienstleisters mit relevanten Entscheidungsträgern (62%) und das Preis-Leistungs-Verhältnis (50%).

Social Media spielt eine wichtigere Rolle in der Public Affairs-Kommunikation: Kontaktpflege mit Social-Media-Tools betreiben nun 44 Prozent der Befragten, 52 Prozent sind dauerhaft oder projektbezogen mit ihren Public Affairs-Aktivitäten im Social Web vertreten.

Für die MSL Germany Public Affairs-Umfrage wurden im Juli rund 300 Public Affairs-Verantwortliche aus Unternehmen und Verbänden befragt. Über sechzig Antworten gingen in die Auswertung ein.

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