Die Mehrheit der CEOs schreibt im Internet gar nicht oder lässt schreiben – Social Media werden von nur jedem fünften Boss persönlich über Blogs und Tweets bedient. Dies geht aus der aktuellen Grayling-Pulse-Studie hervor. Eine weitere Erkenntnis: Online-Strategien werden oft eher als Stiefkinder denn als vollwertiger Teil der übergeordneten Kommunikationsstrategie behandelt.
Fast die Hälfte der Führungskräfte ist nicht in den sozialen Medien aktiv. Facebook, Twitter und Blogs werden lediglich von 23 Prozent der CEOs persönlich bedient. 27 Prozent holen sich stattdessen für den Auftritt auf Dialog-Plattformen lieber einen Ghostwriter. Der Grund: Zeitmangel. Häufig fehlt einer Führungskraft die Zeit, um mit relevanten Zielgruppen in den direkten Dialog zu treten. Deshalb entscheiden sich viele Bosse im Sinne der Authentizität lieber dafür, zu schweigen, heißt es in der Studie.
Der Großteil der befragten Unternehmen verfügt über eine Strategie für die Kommunikationsaktivitäten in Online-Kanälen. Aber 22 Prozent verzichten darauf. Hierbei sind Unternehmen in Westeuropa strategischer aufgestellt als die in Zentral- und Osteuropa sowie in Eurasien. Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen legen den größten Wert auf digitale Kommunikation. Der Großteil dieser Unternehmen verfügt über eine digitale Strategie.
Das Potenzial der Online-Kommunikation wird allerdings unterschätzt. Nur 39 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass die digitale Strategie Teil ihrer übergeordneten Kommunikationsstrategie ist. Dies deutet darauf hin, dass die Kommunikationsstrategie für soziale Medien eine untergeordnete Rolle spielt und die Möglichkeiten in diesem Bereich somit nicht ausgeschöpft werden.
Für die Grayling Pulse-Studie wurden rund 1.100 Kommunikations-Expertinnen und -Experten weltweit befragt
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