19.10.2012 |   Grayling Pulse-Studie

Nur wenige CEOs füttern Facebook & Co. selbst

Häufig ist die Social-Media-Strategie kein integrativer Bestandteil der Gesamtstrategie.
Häufig ist die Social-Media-Strategie kein integrativer Bestandteil der Gesamtstrategie.

Die Mehrheit der CEOs schreibt im Internet gar nicht oder lässt schreiben – Social Media werden von nur jedem fünften Boss persönlich über Blogs und Tweets bedient. Dies geht aus der aktuellen Grayling-Pulse-Studie hervor. Eine weitere Erkenntnis: Online-Strategien werden oft eher als Stiefkinder denn als vollwertiger Teil der übergeordneten Kommunikationsstrategie behandelt.

Der Chef twittert selten

Fast die Hälfte der Führungskräfte ist nicht in den sozialen Medien aktiv. Facebook, Twitter und Blogs werden lediglich von 23 Prozent der CEOs persönlich bedient. 27 Prozent holen sich stattdessen für den Auftritt auf Dialog-Plattformen lieber einen Ghostwriter. Der Grund: Zeitmangel. Häufig fehlt einer Führungskraft die Zeit, um mit relevanten Zielgruppen in den direkten Dialog zu treten. Deshalb entscheiden sich viele Bosse im Sinne der Authentizität lieber dafür, zu schweigen, heißt es in der Studie.

Social-Media-Kommunikation als Must-Have

Der Großteil der befragten Unternehmen verfügt über eine Strategie für die Kommunikationsaktivitäten in Online-Kanälen. Aber 22 Prozent verzichten darauf. Hierbei sind Unternehmen in Westeuropa strategischer aufgestellt als die in Zentral- und Osteuropa sowie in Eurasien. Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen legen den größten Wert auf digitale Kommunikation. Der Großteil dieser Unternehmen verfügt über eine digitale Strategie.

Unterschätzte Social-Media-Strategien

Das Potenzial der Online-Kommunikation wird allerdings unterschätzt. Nur 39 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass die digitale Strategie Teil ihrer übergeordneten Kommunikationsstrategie ist. Dies deutet darauf hin, dass die Kommunikationsstrategie für soziale Medien eine untergeordnete Rolle spielt und die Möglichkeiten in diesem Bereich somit nicht ausgeschöpft werden.

Für die Grayling Pulse-Studie wurden rund 1.100 Kommunikations-Expertinnen und -Experten weltweit befragt

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Kommentare

RalfLippold am 21.10.2012 um 13:32
Ob es wirklich "nur" 50% der Führungskräfte sind, die in sozialen Netzwerken aktiv sind? Das gilt möglicherweise für Kommunikationsexperten (wie in der Studie befragt).

Doch wie sieht das Bild tatsächlich bei gestandenen Unternehmen der Produktionswirtschaft oder im Forschungsbereich aus?

Hier ist die Lücke wie aus Studien aus Dresden zu erfahren noch wesentlich höher.
 

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