Weniger als die Hälfte der Facebook-Karrierepages weist ihre Besucher auf offene Positionen hin, fand die Hamburger Digitalagentur atenta in ihrer Facebook Recruiting-Studie 2012 heraus.
Lediglich 45 Prozent der untersuchten Karrierepages verwendet eine Jobbörsen-App, um Besucher darauf hinzuweisen, dass das Unternehmen offene Stellen anbietet. Bei den Azubipages sind es nur knapp ein Viertel. So können Besucher besonders beim Erstkontakt mit dem Unternehmen gar nicht erkennen, dass offene Stellen vorhanden sind. Damit verpassen diese Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, sich direkt als Arbeitgeber zu positionieren, sondern auch, von Besuchern der Karrierepages aufgrund offener Stellen weiterempfohlen zu werden.
Das Facebook-Team oder die Ansprechpartner für Karrierefragen werden von lediglich jedem siebten Unternehmen auf der Karrierepage vorgestellt. Und obwohl der Großteil der Karrierepages die Community-Mitglieder duzt und somit versucht, eine persönliche Atmosphäre herzustellen, reagiert knapp die Hälfte der untersuchten Karrierepages nicht auf Aktivitäten ihrer Community.
Die Autoren weisen darauf hin, dass Unternehmen Facebook als Dialogmedium nutzen sollten. Die Nutzererfahrung im Social Web sei bei den Unternehmen offenbar eher gering.
Zwar posten die Karrierepages im Schnitt innerhalb des empfohlenen Optimums von drei bis vier Beiträgen die Woche (im Durchschnitt rund 12 Beiträge pro Monat), doch muss atenta zufolge der Umgang mit der Zwei-Wege-Kommunikation bei Facebook geschärft werden. Sowohl in Sachen Information als auch Format (beispielsweise wird nur bei der Hälfte der Pages optimal mit Bildbeiträgen gearbeitet) besteht Nachholbedarf.
Die Studie untersuchte Aufbau, Angebot und Kommunikation von 281 Facebook-Karrierepages aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bestellbar ist die Studie über den Wollmilchsau-Blog.
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