15.11.2012 |   MSL-Gesundheitsstudie

Deutsche vertrauen Krankenkassen- und Apothekeninfos

Online-Serviceangebote von Ärzten sind gefragt, hat MSL Germany ermittelt
Online-Serviceangebote von Ärzten sind gefragt, hat MSL Germany ermittelt

Rüttelt das Internet am Informationsmonopol der Ärzte? Obwohl Mediziner nach wie vor großes Vertrauen in der deutschen Bevölkerung genießen, wird das Internet als Informationsquelle zur wachsenden Herausforderung. Wie sich die Deutschen über Gesundheitsfragen informieren, hat die Kommunikationsberatung MSL Germany in einer Studie untersucht.

Wenig Vertrauen genießt demnach die Pharmaindustrie, deren Online-Angeboten sehr misstrauisch entgegenblicken.

Das Internet als bevorzugte Informationsquelle

Allgemeine Fragen zu Gesundheitsthemen stellten deutsche Verbraucher am liebsten online. Drei Viertel der Befragten (74 Prozent) gaben an, regelmäßig oder zumindest gelegentlich (33 und 42 Prozent) das Internet in diesen Angelegenheiten zu konsultieren. Direkt darauf folgen Fernsehen (63 Prozent), Printmedien (56 Prozent) und Freunde sowie Verwandte (54 Prozent) als Informationsquellen.

Ärzte und Apotheker spielen hier mit 41 und 34 Prozent eine eher untergeordnete Rolle - sie werden nur bei konkretem Anlass von etwas mehr als der Hälfte aufgesucht. Ansonsten läuft das Internet den Medizinern den Rang ab; speziell Wikipedia und Krankenkassen-Websites werden mit Vorliebe zu diesen Themen besucht.

Online-Auftritt: Ärzte ja, Pharmaindustrie nein

Ärzte und Krankenkassen werden in Sachen Vertrauenswürdigkeit von Inhalten im Internet von rund der Hälfte der Befragten positiv eingestuft. Doch obwohl Patienten hier Vertrauen haben, ist dies nur bedingt eine gute Nachricht für Ärzte. Schließlich räumte mehr als ein Drittel der Befragten ein, sich zu Gesundheitsthemen im Internet zu informieren, um sich mit dem Arzt auf Augenhöhe austauschen zu können.

Schlechte Nachrichten gibt es auch für die Pharmaindustrie, deren Online-Auftritte von gerade einmal 19 Prozent als vertrauenswürdig eingestuft werden. Selbst nachprüfbaren Informationen schenken Internetnutzer kein Vertrauen.

Potenzial für Ärzte im Internet

Ärztliche Leistungen wie Online-Terminvereinbarungen stehen hoch im Kurs. 41 Prozent der Befragten wünschen sich von ihrem Arzt diese Leistung, knapp jeder Vierte würde sogar gerne den Arzt über das Internet konsultieren, um Rezepte zu bestellen oder Antworten auf allgemeine Gesundheitsfragen zu erhalten.

Die MSL-Gesundheitsstudie basiert auf einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Skopos.

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