19.11.2012 |   Ketchum-Pleon-Analyse

Banken machen wenig aus ihren Social-Media-Auftritten

Finanzdienstleister machen zu wenig aus Social Media, befand die Analyse aus dem Hause Ketchum Pleon.
Finanzdienstleister machen zu wenig aus Social Media, befand die Analyse aus dem Hause Ketchum Pleon.

Jeder zweite Kommentar auf den Facebookseiten von Finanzdienstleistern oder via Twitter ist positiv - dennoch zögern diese Firmen, sich auf einen Dialog auf diesen sozialen Plattformen einzulassen. Ketchum Pleon hat festgestellt, dass die Interaktion zwischen Banken und Usern noch ausbaufähig ist.

Kaum Präsenz, wenig Interaktion

47 von 65 untersuchten Finanzdienstleistern haben keinen Twitter- oder Facebook-Account. Drei der untersuchten Finanzunternehmen verfügen zwar über einen Account, haben diesen jedoch im Untersuchungszeitraum nicht aktiv genutzt.

Selbst wenn Finanzdienstleister auf Facebook vertreten sind, schöpfen sie das Potenzial der Plattform nicht aus. So verzeichnen die untersuchten Facebook-Seiten zwar an die 66.000 "Likes", jedoch geht es darüber nicht hinaus. Kaum einer dieser Nutzer kommentiert Beiträge aktiv oder stellt eigene Posts ein. Die untersuchten Seiten wiesen lediglich 219 userinitiierte Posts auf.

Unternehmen müssen sich informieren

Die Ansprüche der Kunden in Social Media müssen von den Finanzdienstleistern beachtet werden, damit die Seiten nicht länger brach liegen, rät die Agentur. Hier schlagen die Autoren von Ketchum Pleon vor, nicht auf reine Werbebotschaften zu setzen, sondern die Eigenheiten der einzelnen Kanäle zu berücksichtigen und entsprechend zu bedienen. Allein im Gebrauch von Videos hinken die Banken hinterher - nur fünf Prozent machen von Bewegtbildern Gebrauch.

Für die Analyse der Social Media-Aktivitäten hat Ketchum Pleon im Juni 2012 die Auftritte in Facebook und Twitter von 65 deutschen Finanzinstituten untersucht.

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