23.11.2012 |   Studie zu aktuellen Herausforderungen der PR

Vor allem ältere PR-Schaffende kämpfen mit Info-Menge

Die Erwartungen an die Führungspersönlichkeit der Zukunft sind international nahezu deckungsgleich.
Die Erwartungen an die Führungspersönlichkeit der Zukunft sind international nahezu deckungsgleich.

Digitale Netzwerke sind die treibende Kraft hinter den grundlegenden Veränderungen, die die heutige PR-Arbeit durchläuft. Für ältere PR-Schaffende ist die ständig verfügbare Vielfalt an Informationen eine der wichtigsten Herausforderungen ihrer Branche. Young Professionals haben andere Themen. Dies ergab eine Studie der Universität von Alabama.

Hauptaufgaben der PR ergeben sich aus digitalen Veränderungen

Fast zwei Drittel der Befragten benannten als die vier wichtigsten aktuellen Themenbereiche ihrer Branche Themen, die direkte Auswirkungen der digitalen Revolution sind. So sehen 23 Prozent der Befragten die Bewältigung der Menge an Informationen sowie die Geschwindigkeit, mit der neue Infos eintreffen als eine der Hauptaufgaben. Die Rolle der sozialen Medien ist für 15,3 Prozent wichtig, die Verbesserung der Messbarkeit identifizieren 12 Prozent als Hauptaufgabe. Ebenfalls 12 Prozent sehen den Umgang mit sich rasant entwickelnden Krisen als wichtigste Herausforderung.

Ein fundamentaler Unterschied besteht der Studie zufolge zwischen älteren, erfahreneren Profis und Young Professionals. Den Jungen (unter 36) sind die Verbesserung des professionellen Images und die Messung der Kommunikationswirksamkeit sowie Fragen der CSR und Transparenz sehr wichtig. Den 'alten Hasen' hingegen liegt mehr am richtigen Umgang mit der zahlreich und schnell eintreffenden Information, dem Krisenmanagment und der Mitarbeitermotivation.

Geschlechter haben unterschiedliches Führungsverständnis

Frauen machen heute bis zu 70 Prozent der PR-Schaffenden aus. Sie steigen zunehmend in die Führungsetagen auf. Die Einstellung zum Thema Führung ist unter Männern und Frauen der Studie zufolge sehr unterschiedlich. So betrachten sich Männer bedeutend häufiger als Führungskräfte als Frauen es tun, und bewerteten auch stets die Leistung des jeweiligen Kommunikationschefs positiver als Frauen. Dagegen bewiesen Frauen einen bedeutend optimistischeren Blick auf die Zukunft ihrer Profession.

Trotz kultureller Unterschiede bleiben zwei signifikante Zukunftsthemen in der Ausbildung neuer Führungspersönlichkeiten in allen befragten Nationen im Vordergrund: Skills im Change- und Konfliktmanagement sowie das nötige Geschäftswissen sind die Qualitäten, die die Führungspersönlichkeit der Zukunft mitbringen muss.

Für die Cross Cultural Study of Leadership in Public Relations and Communication Management des Plank Center for Leadership in Public Relations der Universität von Alabama wurden fast 4.500 PR-Profis aus 23 Ländern zu ihren Einschätzungen befragt.

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