27.11.2012 |   Twiplomacy-Studie von Burson-Marsteller

Deutschland zählt zu den wenigen Twitter-Muffeln

Jede Woche postet jemand Neues: Schweden hat seinen Twitter-Account revolutioniert.
Jede Woche postet jemand Neues: Schweden hat seinen Twitter-Account revolutioniert.

Kaum eine Regierung nutzt die Möglichkeit, sich über die Nachrichtenplattform Twitter nach außen darzustellen. Die Autoren der Twiplomacy-Studie von Burson-Marsteller stellten fest, dass nur neun der 193 UN-Staaten unter ihrem Ländernamen twittern. 

Weder ein dezidierter Landes-Account noch ein twitterndes Staats- oder Regierungsoberhaupt - das gibt es nur in zwei UN-Staaten: Deutschland und Italien. Doch auch Länder, die ein offizielles Twitter-Konto eingerichtet haben, seien oft nicht sonderlich um eine effektive Nutzung bemüht, heißt es in der Studie.

Ineffiziente Nutzung

Probleme gibt es beispielsweise bei der Reichweite. Drei von fünf Länder-Accounts sind entweder nicht für jeden Nutzer öffentlich einsehbar, werden gegenwärtig nicht genutzt oder wurden schon wieder eingestellt. Damit fehle einem Großteil der UN-Staaten der richtige Zugang zur externen Kommunikation im digitalen Zeitalter, schreiben die Autoren. Ein weltweiter Dialog würde durch Nachrichtenplattformen wie Twitter enorm erleichtert.

Gegenbeispiele Großbritannien, Israel, Schweden

Großbritannien, Israel und Schweden haben Burson-Marsteller zufolge Vorzeige-Accounts bei Twitter, die zu ganz unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Unter @GreatBritain zwitschert Großbritannien im Rahmen der im März 2012 gestarteten Marketing-Kampagne "Britain is Great", die auf die Stärken der Insel aufmerksam machen will.

Israels offizieller Twitter-Kanal @Israel dient der Kommunikation der israelischen Regierung und wird vom "Digital Diplomacy"-Team des Außenministeriums verwaltet.

Die schwedische Regierung hat einen außergewöhnlichen Weg gewählt: das Twitter-Konto @Sweden ist für die gesamte Bevölkerung geöffnet. Jede Woche teilt ein anderer Bürger Schwedens Wissenswertes über Leben und Arbeiten im Land mit dem "Twitterverse".

Die Daten wurden von Burson-Marsteller im November 2012 erhoben.

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