06.12.2012 |   Nach dapd-Insolvenz

ddp direct geht an die Norweger

ddp direct wird norwegisch
ddp direct wird norwegisch

Die insolvente HQTA AG, die kürzlich aus der dapd media holding hervorging, hat den PR-Dienstleister ddp direct an die norwegische NHST Media Group verkauft. Wieviel sich die Nordlichter den Deal haben kosten lassen - unklar.

Mit der Übernahme sei die Zukunft für 26 Mitarbeiter gesichert, äußerte sich HQTA AG-Aufsichtsrat Peter Löw zur Übernahme. Der Dienstleister mit Sitz in Leipzig gilt als Sahnestück im dapd-Portfolio. In den vergangenen Jahren hat sich ddp direct im Geschäft mit dem Vertrieb von Presse-News und Multimedia-Inhalten sowie Internet-PR-Angeboten als Nummer zwei im Markt etabliert. Marktführer ist die dpa-Tochter news aktuell, eine Cashcow für die Hamburger Nachrichtenagentur.

Für Aufbau und Expansion hatte ddp direct in den vergangenen drei Jahren seit der Gründung viel Geld in die Hand genommen. Zuletzt sprach man im Interview mit dem pr magazin von einer "roten Null", die das Geschäft erwirtschafte. Vor allem hohe Anlaufkosten und die inzwischen ausgegliederte (und insolvente) Tochter dapd Video hätten die Firma ins Minus rutschen lassen - mittlerweile sei man mit dem operativen Geschäft aber profitabel, sagte Pressesprecher Tobias Lobe im November.

Mit dem neuen Eigentümer im Rücken will Geschäftsführer Wolfgang Zehrt sich nun auf den Ausbau der Online-Reichweite und Kooperationen mit Verlagen konzentrieren. Für den Käufer, die Osloer NHST Media Group, bedeutet die Übernahme den Eintritt in den deutschen Markt. Die PR-Dienstleistungssparte ist für die Norweger das am stärksten wachsende Segment, seit sie sich 2008 das Unternehmen Mynewsdesk zulegt hatten. Inzwischen sind sie mit rund 130 Mitarbeitern in den Schweden, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Singapur und Finnland unterwegs.

Gunnar Bjørkavåg, Geschäftsführer der NHST Media Group, ist "begeistert von dem Potential des für uns wichtigen deutschen Marktes. "Mit ddp direct als dem am schnellsten wachsenden Anbieter haben wir hier ein festes Standbein gefunden. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem erfolgreichen Management und Team die ddp direct erfolgreich weiterführen und ausbauen werden", so Bjørkavåg.

Parallel zum Verkauf der ddp direct hat das Amtsgericht Berlin Charlottenburg Anfnag des Monats das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für fast alle Gesellschaften der dapd-Nachrichtenagenturgruppe eröffnet.

Diesen Beitrag


Bookmarken

Diesen Beitrag kommentieren 

Spamschutz

Um zu verhindern, dass hier Roboter Formulare ausfüllen,
bitten wir Sie, die folgende Frage zu beantworten.

Kleine Hilfe:

Die Beiträge werden von der Redaktion geprüft und innerhalb der nächsten 24 Stunden freigeschaltet.
Wir bitten um Ihr Verständnis.