11.12.2012 |   BVDW-Studie

Unternehmen freunden sich mit Strategien für Social Media an

Tendenz steigend: Der Großteil der Unternehmen besitzt ein Profil bei einem sozialen Netzwerk wie Facebook.
Tendenz steigend: Der Großteil der Unternehmen besitzt ein Profil bei einem sozialen Netzwerk wie Facebook.

Einfach drauflos twittern war gestern: deutsche Unternehmen setzen bei ihren Social-Media-Aktivitäten zunehmend auf strategisches Vorgehen. Das berichtet die Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) im Rahmen der Studie "Social Media in Unternehmen".

Mit Strategie zum Social-Media-Erfolg

Über drei Viertel der befragten Unternehmen (78 Prozent) besitzen eine eigene Strategie für ihre Aktivitäten in den sozialen Medien. Das sind 17 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. 43 Prozent davon setzen auf den ganzheitlichen Ansatz einer Unternehmensstrategie und 35 Prozent verfolgen eine abteilungsbezogene Social-Media-Strategie. Aktivitäten im sozialen Netz ganz ohne übergeordnete Strategie werden immerhin noch von 22 Prozent betrieben, doch die Zeichen stehen auf Wandel: 69 Prozent dieser Unternehmen haben vor, langfristig eine entsprechende Strategie einzuführen.

Facebook führt, Twitter hinkt hinterher

Profile in sozialen Netzwerken hat die Mehrheit der befragten Unternehmen (88 Prozent), die Zahl ist sogar im Vergleich zum vorigen Jahr gestiegen. Microblogging wie Twitter hingegen verliert scheinbar seinen Reiz: nur noch 55 Prozent der Unternehmen sind hier aktiv. Auch ein eigener Corporate Blog ist weniger attraktiv, da nur 39 Prozent der Unternehmen sich hier mitteilen. Facebook bleibt der Spitzenreiter der Social-Media-Aktivitäten.

Ganz vorne: PR

Die Bereiche Marketing und PR sind ganz vorne bei der strategischen Planung und Umsetzung der Social-Media-Aktivitäten. Der Einsatz von Social Media für Pressearbeit erfolgt dabei bei 74 Prozent der Unternehmen, verstärkt werden soziale Medien jetzt auch für die Bereiche Kundenbindung (10 Prozent mehr als im Vorjahr) und Online-Reputationsmanagement (19 Prozent mehr als 2011) eingesetzt. Die Personalabteilung, der Vertrieb und die Marktforschung spielen bei der strategischen Planung und Umsetzung von Social Media nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Unternehmen haben ähnliche Schwierigkeiten

Die Planung und Umsetzung der Social-Media-Aktivitäten beherbergen für viele der Unternehmen ähnliche Probleme. So geben sechs von zehn Unternehmen an, dass fehlende Ressourcen wie Zeitaufwände, Kosten oder Personalmangel im Weg stünden. Dicht gefolgt ist diese Schwierigkeit von Bedenken in Sachen Datenschutz, die 49 Prozent der Befragten nennen. Fehlende interne Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen wird von 37 Prozent bemängelt, und 34 Prozent der Unternehmen monieren sogar Vorgesetzte, die der adäquaten Planung und Ausführung der Social-Media-Aktivitäten im Weg stehen.

Für den aktuellen Jahresvergleich von 2011 zu 2012 wurden insgesamt 140 werbungtreibende Unternehmen verschiedener Branchen durch den BVDW befragt.

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