31.01.2013 |   Havas-Studie

Social Media privatisiert die Weltverbesserung

Social Media hat den Befragten zufolge große Auswirkungen auf ihr soziales Engagement.
Social Media hat den Befragten zufolge große Auswirkungen auf ihr soziales Engagement.

Soziale Veränderungen werden nicht mehr vor allem in der Politik, sondern durch Engagement in Social Media vorangetrieben. Und die Verantwortung zum problemorientierten Handeln liegt nicht etwa bei den Regierungen allein, sondern vielmehr in den Händen von Menschen und Unternehmen. Diesen Mentalitätswandel zeigt eine globale Studie von Havas Worldwide.

Vertrauen in Regierungen weiter gesunken

25 Prozent der Befragten gaben an, dass Regierungen und Politiker den größten Einfluss auf Veränderungen haben. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) sehen dagegen die Macht bei in Social Media engagierten Bürgern.

Deutlich wird in der Studie ein Vertrauensverlust in die Politik. Trotz der Unterschiede in den Regierungsformen herrscht über Ländergrenzen hinweg eine Unzufriedenheit mit der Arbeit der jeweiligen Regierungen vor. So sagten gerade einmal 39 Prozent aus, ein mäßiges bis hohes Vertrauen in ihre nationalen Regierung zu haben.

Ansporn zur Aktion durch Social Media

Die Unzufriedenheit mit der Regierungsarbeit führt zu einer stärkeren politischen Einmischung der Bürger, und speziell die sozialen Medien wirken hier als Motivator. Sechs von zehn Befragten sind überzeugt, dass der Bürger durch Social Media deutlich mehr Möglichkeiten zur Einflussnahme erhält.

Besonders in Schwellenländern stimmen 68 Prozent der Aussage zu, dass die sozialen Medien dem Einzelnen Zugang zur Macht ermöglichen. Ein Drittel der Befragten weltweit gab an, soziale Medien schon als Mittel zur "Weltverbesserung" einzusetzen – 42 Prozent haben es noch vor.

Unternehmen sollen ihren Teil beitragen

Doch nur weil der Einzelne mehr Zugang zur Macht bekommt, heißt dies nicht, dass die Mächtigen es ruhig angehen lassen können. 73 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass mit viel Macht auch viel Verantwortung kommt. Unternehmen, sollen, je mächtiger sie werden, dem entsprechend dringender ethisch und im öffentlichen Interesse handeln. Dabei wünschen sich auch 76 Prozent eine stärkere Zusammenarbeit von Unternehmen und Regierungen für eine bessere Welt.

Die "Communities and Citizenship Studie" wurde von Havas Worldwide erstellt und als Online-Studie mit mehr als 10.000 Befragten aus 31 Ländern durchgeführt.

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