12.11.2013 |   Digital Engagement Study

Investoren befürchten digitale Angriffe auf Unternehmen

Der so genannte "Shareholder-Aktivismus" macht Investoren Sorgen.
Der so genannte "Shareholder-Aktivismus" macht Investoren Sorgen.

Der Großteil der Investoren sieht in den Social-Media-Aktivitäten "aktivistischer" Aktionäre offenbar ein Warnsignal für Unternehmen. Die oftmals unzureichenden digitalen Verteidigungsstrategien seien eine Einladung für Angreifer, heißt es in der "Digital Engagement Study" von FTI Consulting.

80 Prozent der befragten Investoren zeigen sich beunruhigt: "aktivistische" Aktionäre würden verstärkt auf soziale Medien und Netzwerke setzen, wobei sie sich die mangelhafte Abwehr der börsennotierten Unternehmen zunutze machten und so gegen Unternehmen handelten.

Dass die Abwehrstrategien nicht genügen, sollen die Zahlen belegen: Hier sagen nur elf Prozent, dass Unternehmen ausreichend darauf vorbereitet sind, sich auf Social-Media-Plattformen ausreichend zu verteidigen.

Kontakte zu Meinungsbildern stärken

Dabei sind soziale Medien der Umfrage zufolge ein wichtiger Anlaufpunkt für Investoren. 40 Prozent der Befragten nutzen allerdings bevorzugt Informationen, die durch Meinungsbildner wie Journalisten oder Analysten aufbereitet wurden. Nur 14 Prozent der Investoren suchen sich in den sozialen Medien direkt von den Medien verbreitete Informationen. Unternehmen täten demnach gut daran, so FIT, sich durch gute Kontakte zu eben diese meinungsbildenden Multiplikatoren vor aktivistischer Bedrohung in den sozialen Medien zu schützen.

Die Studie bestätige die Vermutung, dass aktivistische Investoren in Zukunft Lücken in der Online-Kommunikation von Unternehmen nutzen werden, meint Elizabeth Saunders von FTI Consulting. Unternehmenskommunikation und Investor Relations sollten im digitalen Bereich stärker verzahnt werden, so FTI.

An der Erhebung nahmen 201 global agierende institutionelle Investoren, Portfoliomanager und Analysten teil. 

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