02.04.2014 |   LMU-Professor Christoph Neuberger über Social Media und Journalismus

"Eine Verdrängung findet nicht statt"

Wie Redaktionen von Social Media profitieren können

Social Media sind nicht der Untergang, sondern eine Ergänzung klassischer Medien, lautet das Fazit von Prof. Dr. Christoph Neuberger im Interview mit dem Agentur-Blog netz-reputation.de. "Jeder Kanal hat sein eigenes Potenzial", sagt der Social Media Experte. Welche Kanäle sich für welche Medien am besten eignen, lernen die Redaktionen nach seiner Einschätzung gerade.

Journalisten müssen Neuberger zufolge immer mehr auch die Rolle eines Moderators einnehmen, um die Möglichkeiten von Social Media zu nutzen. Statt "Frontalunterricht" müsse ein Dialog auf Augenhöhe stattfinden. Früher seien die Rezipienten passive Konsumenten gewesen – und damit unterfordert. Durch Social Media könne man diese Potenziale nun erschließen.

Prof. Dr. Christoph Neuberger ist Lehrstuhlinhaber am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neuberger studierte Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Eichstätt und Tübingen. 2001 habilitierte er über "Journalismus im Internet". Aktuell forscht er unter anderem über Social Media Diskurse und Themendynamiken in der Internetöffentlichkeit.

In einer vierteiligen Reihe widmet sich das Medien- und PR-Blog netz-reputation.de von consense communications dem Spannungsfeld zwischen Social Media und klassischen Medien. Nach Dirk von Gehlen, Süddeutsche Zeitung, Reinhard Dreßler, "Bayern 3" und Prof. Dr. Christoph Neuberger von der Ludwig-Maximilians-Universität München erwartet Sie im letzten Teil der Interviewreihe Selena Gabat, Head of Social Media bei Sky Deutschland – am kommenden Mittwoch exklusiv vorab auf prreport.de.

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