04.07.2014 |   "Ich mache das nicht für jeden"

Harald Schmidt gibt Privat-Show für Ulrich Stockheim

Selfie, please! Ulrich Stockheim und Harald Schmidt am Mittwochabend in Köln-Mühlheim (Quelle: @instinctif_de)
Selfie, please! Ulrich Stockheim und Harald Schmidt am Mittwochabend in Köln-Mühlheim (Quelle: @instinctif_de)

Er kann es noch: Knapp vier Monate nach dem Aus seiner TV-Show lud Late-Night-Grande Harald Schmidt am Mittwoch zu einer exklusiven Neuauflage ins Studio 449 in Köln-Mülheim, quasi als Privatkonzert für PR-Unternehmer Ulrich Stockheim. Anlass: Stockheims Agentur Stockheim Media firmiert neuerdings auch in Deutschland unter der neuen internationalen Marke Instinctif Partners.

Harald Schmidts Team hatte die Show auf Auftrag- und Geldgeber Stockheim und dessen Publikum zugeschnitten, vor allem also Mitarbeiter der Kommunikationsberatung, Kunden und Freunde des Hauses - rund 200 Gäste. Und Schmidt selbst lief zu alter Form auf, etwa mit klugen Ratschlägen zum Auftritt von Bankern und Vorständen in Fernsehinterviews (oder vor Gericht) und dem legendären Playmobilformat, in dem Schmidt den Aufbau von Stockheims Agentur nachspielte. Ordentlich flotte und spontane Spitzen freilich trafen die Kollegen aus Kommunikation und Medien.

Die Idee könnte in Serie gehen

Schmidt und Ex-Wirtschaftsjournalist Stockheim, einander aus früheren Tagen bekannt, hatten die Idee dieser Sondersendung auf einem Kurzstreckenflug geboren und just diesen Piloten umgesetzt. Die Idee könnte jetzt in Serie gehen. In den Kommunikationsprofis, Medienleuten und Kunden - überwiegend aus der Finanz- und Finanzdienstleisterszene - sah Schmidt ein verständiges Publikum für seine Kunst, ebenso aber ein gefundenes Fressen. Potenzielle Auftraggeber müssten die Größe haben, Seitenhiebe einzustecken, so Ulrich Stockheim, der die maßgefertigten Harald-Schmidt-Shows für Unternehmen exklusiv vermarkten wird.

Schmidt hat eine Handvoll Leute an seiner Seite, langjährige Mitarbeiter, inklusive Band-Leader Helmut Zerlett. Allesamt Freiberufler, die gemeinsam mit Schmidt die Show in wenigen Tagen für neue Themen und Branchen adaptieren könnten, je nach Auftraggeber. Die Shows finden ausschließlich im Studio 449 statt, das von Schmidts Produktionsfirma Bonito TV vermietet wird.

"Ich mache das nicht für jeden."

Das Angebot ist die letzte Ausbaustufe der Nische, in die sich Schmidt mit seinem Format zuletzt bewegt hat - und dort scheint er am besten zu sein. Bereits für den Pay-TV-Sender Sky, der letzten TV-Station, schien Schmidt mehr Markenbotschafter und Sendergesicht denn Publikumsmagnet. Auch wenn Stockheim Kunden für das Angebot an Land ziehen wird, liegt auch für ihn der wahre Wert in der Marke Schmidt, die er künftig im Portfolio hat.

Was kostet der Spaß? "Ich bin reich geboren, Geld spielt für mich keine Rolle", kokettierte Schmidt im Anschluss an die Performance. Zum Schnäppchenpreis dürfte er allerdings nicht zu haben sein. "Zehn Prozent aller Deutschen zahlen 50 Prozent aller Steuern", rechnet sich Schmidt aus. Und dort herrsche Zahlungsbereitschaft für exklusives Entertainment. Im Übrigen arbeite er mit der Idee nach dem Zuteilungsprinzip. Infrage komme für ihn als Kunde nur, wen er als "intellektuell dieser Unterhaltung gewachsen" empfinde. "Ich mache das nicht für jeden."

Einen Zusammenschnitt der Show gibt es mittlerweile bei Youtube.



Anderswo im Netz:

"Berliner Zeitung: Harald Schmidt talkt für PR-Agentur"

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