11.02.2015 |   Reaktion auf den NABU-Negativpreis

Exxon dreht den Spieß um

Mit "Frexxi" will Exxon "Aufklärungsarbeit" über Fracking leisten
Mit "Frexxi" will Exxon "Aufklärungsarbeit" über Fracking leisten

Als "Dinosaurier des Jahres 2014" hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen Ende vergangenen Jahres ausgezeichnet. Der Mineralölkonzern versucht im Gegenzug, das Beste aus dem Negativpreis zu machen. Und ernennt den Dino per Online-Voting kurzerhand zum eigenen Maskottchen.

Das Unternehmen wandelte die aus Zinn gegossene Nachbildung einer Riesenechse in eine Comic-Figur um und rief Ende Januar dazu auf, ihr einen Namen zu verpassen. 400 Leute beteiligten sich an der Internet-Abstimmung und sprachen sich nach einer, wie Exxon zugibt, "gänzlich undemokratischen" Vorauswahl für "Frexxi" aus.

"Frexxi" hat daraufhin einen Twitter-Account bekommen, erklärt munter die Unbedenklichkeit von Fracking und soll auch künftig "auf Neuigkeiten, Hintergründe und Wissenswertes rund um Erdgas und Fracking aufmerksam machen".

Wegen des umstrittenen Fracking-Verfahrens nämlich hat der NABU seinen Dino an Kalkoffen vergeben. Der verharmlose die Technologie zur Gewinnung von Erdgas mit Hilfe von Tiefbohrungen und unter Einsatz von Chemiekalien. Exxon konnte auf Erfahrungen mit dem NABU-Preis zurückgreifen: Bereits im Jahr 2000 hatte ihn der damalige Exxon-Esso-Chef Lee R. Raymond erhalten.

Diesen Beitrag


Bookmarken

Diesen Beitrag kommentieren 

Spamschutz

Um zu verhindern, dass hier Roboter Formulare ausfüllen,
bitten wir Sie, die folgende Frage zu beantworten.

Die Beiträge werden von der Redaktion geprüft und innerhalb der nächsten 24 Stunden freigeschaltet.
Wir bitten um Ihr Verständnis.