29.02.2012 |   Studie zu Sozialen Netzwerken

PwC erwartet zunehmende mobile Social-Media-Nutzung

PwC hat die Relevanz von Social Media für Onliner untersucht
PwC hat die Relevanz von Social Media für Onliner untersucht

Soziale Netzwerke sind für ihre Nutzer mittlerweile wichtiger als die Suchmaschine Google und sie haben einen zunehmenden Einfluss auf Kaufentscheidungen. Ein Anbieter-Trio ist dabei besonders beliebt. Das hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in einer Studie ermittelt. 

Facebook ist der Studie "Social Media Deutschland" zufolge das mit Abstand beliebteste Soziale Netzwerk, das regelmäßig aufgerufen wird und als "Stellwerk" für den Internet-Traffic dient. Vier von fünf befragten haben dort einen Account. StudiVZ, das deutsche Äquivalent, wird demgegenüber nur von 13 Prozent der User genutzt - im Jahr 2008 waren es noch 31 Prozent.

Bei den Videoportalen hat sich Youtube als Marktführer etabliert. Der Anteil der registrierten Youtube-Nutzer stieg zwischen 2008 und 2011 von 27 Prozent auf 37 Prozent, während MyVideo von 13 Prozent auf fünf Prozent zurückfiel.

Bei den Professional Networks dominiert weiterhin Xing: Hier haben sich 15,4 Prozent der deutschen User registriert, bei Linkedin hingegen nur 2,2 Prozent.

Für jeden dritten Onliner (35 Prozent) dienen Soziale Netzwerke inzwischen als Ausgangspunkt für die Navigation durchs Web: 15 Prozent des Traffics von Zeitungswebseiten stammen direkt oder indirekt von Facebook.

Soziale Netzwerke ersetzen auch zunehmend andere Kommunikationskanäle: Jeder zweite Social-Media-Nutzer gibt an, seltener SMS zu versenden. Auf Instant Messenger wie ICQ greifen 44 Prozent der Befragten seltener zurück. E-Mail und Telefon werden für 41 beziehungsweise 39 Prozent der Befragten durch ein Soziales Netzwerk ersetzt.

Eine laut PwC bislang unterschätzte Rolle spielt dabei die rasante Verbreitung von Smartphones: Von den 16- bis 24-Jährigen nutzt inzwischen jeder Zweite (55 Prozent) seine Lieblingsplattform mobil, ein Viertel dieser Gruppe greift sogar häufiger von unterwegs auf Netzwerke zu als vom heimischen Computer.

Bleibt der Zugang zu Sozialen Netzwerken auch weiterhin kostenfrei, nehme die große Mehrheit (69%) der Onliner Werbung hin, schreibt PwC. Eine tns-Studie kam zuletzt hingegen zu dem Ergebnis, dass fast jeder Zweite in seinem Netzwerk von Marken oder Unternehmen nicht belästigt werden will (PR Report vom 10. Februar)

Wesentlich wichtiger sind den Befragten PwC zufolge jedoch Empfehlungen. Zwar informieren sich erst knapp 16 Prozent der Befragten gezielt in Sozialen Netzwerken nach Infos über Produkte und Dienstleistungen, beinahe 80 Prozent geben jedoch an, Aussagen von Freunden oder Bekannten eher zu vertrauen als Werbeversprechen. 

Über 50 Prozent der Befragten sind bereits Fan oder Follower mindestens eines Unternehmens oder einer Marke. Rund jeder vierte Fan will damit im Netzwerk vor allem zeigen, dass er die Marke mag. Bei 41 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für eine Empfehlung oder einen Kauf gestiegen, seit sie Fan der Marke oder des Herstellers sind.

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Kommentare

Ulrica Griffiths am 02.03.2012 um 14:45
Sie schreiben "hingegen", wenn Sie die Akzeptanz von Werbung in der PwC-Studie mit der tns-Studie vergleichen. Knackpunkt ist ja wohl, ob es Marken gelingt, in sozialen Netzwerken zu kommunizieren, ohne zu "belästigen" - womit wir wieder beim Unterschied zwischen Werbung und PR wären.
 

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