15.03.2012 |   Social-Media-Studie

Viele Tech-Firmen sparen sich Monitoring und Guidelines

Nur ein Viertel der europäischen Technologieunternehmen können ihre Social-Media-Aktivitäten messen und jede zweite Firma nutzt Social-Media-Guidelines für den Umgang in sozialen Netzwerken. Dies ergab die jährliche Technologie-Umfrage von Schwartz Public Relations und dem PR-Netzwerk Eurocom Worldwide.

Jedes fünfte Unternehmen hat der Studie zufolge bereits Bewerber wegen deren Social-Media-Profils abgeleht. 40 Prozent der Befragten gaben an, die Social-Media-Profile der Bewerber zu überprüfen.

Auch in diesem Jahr sollen laut der Umfrage die Ausgaben für Social wieder steigen – das gab knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) an. Trotz des wachsenden Budgets sagen 57 Prozent der Führungskräfte, dass sie die Wirkung ihrer Investitionen in Social Media nicht präzise messen können. Gerade einmal 23 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer können überhaupt ihre Social Media Aktivitäten messen.

Eine große Veränderung gab es im Vergleich zu 2011 bei der Nutzung von sozialen Netzwerken. Nicht Facebook (64 Prozent), sondern LinkedIn liegt nun mit 74 Prozent als meist genutzte Plattform an der Spitze, gefolgt von Twitter mit 67 Prozent und YouTube mit 56 Prozent. Die Inhalte kommen dabei vorwiegend (78 Prozent) aus internen Quellen und am zweithäufigsten aus Agenturen (12 Prozent).

74 Prozent der Befragten betrachten Online-PR als sehr oder ziemlich wichtig für die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ihres Unternehmens – 37 Prozent sogar als sehr wichtig.

57 Prozent der Befragten, deren Unternehmen bloggt, sagen, dass die das Unternehmensprofil schärfen oder zur Meinungsführerschaft beitragen soll. Fast ebenso viele (55 Prozent) erklären, dass das Bloggen die Interaktion mit den Kunden verbessern soll, während 37 Prozent als Ziel eine verbesserte SEO nennen und 36 Prozent die Absicht verfolgen, sich dadurch an Debatten in der Branche beteiligen zu können.

Auch dieses Jahr ist der Hauptgrund, auf einen Blog zu verzichten, der Zeitaufwand – das gaben 42 Prozent der Befragten an. Jeder fünfte sieht darin keinen Mehrwert und 14 Prozent fürchten negative Kommentare.

Die Eurocom Worldwide Technology Online-Umfrage wurde im Januar und Februar 2012 durchgeführt. Insgesamt haben 318 Führungskräfte von Technologieunternehmen aus Europa teilgenommen.

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