Viele Großbanken pfeifen auf Facebook & Co.
Nur wenige Banken nutzen die Möglichkeiten sozialer Netzwerke. Dies geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens My Private Banking hervor, das die Social-Media-Auftritte von 50 Großbanken analysiert hat.
Sieger des Rankings ist die Citibank mit 47 von maximal 50 Punkten. Auf dem geteilten zweiten Platz liegt die spanische Bank BBVA und die National Australia Bank mit jeweils 44 Punkten, gefolgt von der Crédit Agricole und der Deutschen Bank mit jeweils 43 Punkten.
Der Studie zufolge sind vor allem diese Banken führend beim Einsatz von Social Media. Sie haben demnach in allen wichtigen sozialen Netzwerken und über sämtlichen Regionen hinweg herausragende Auftritte etabliert und dabei auch ihre eigenen Webseiten integriert.
Strategie ist Mangelware
40 Prozent der analysierten Banken verfügen den Autoren der Studie zufolge lediglich über Basisangebote in den meisten sozialen Medien, etwa über eine regelmäßig gepflegte Facebook-Präsenz oder einen Twitter-Kanal. Ein strategischer und integrierter Ansatz zur Nutzung von Social-Media sei bei dieser Gruppe jedoch nicht erkennbar. Ein weiteres Drittel der Banken erreicht der Studie zufolge sogar nur die Hälfte oder weniger der maximalen Punktzahl.
Die Studie identifiziert für mehr als zwei Drittel der Banken kritische Schwachstellen. So habe die Mehrheit der Banken noch keinen integrierten und strategischen Ansatz für den Einsatz der sozialen Medien. Nur 16 von 50 analysierten Banken bieten auf allen führenden sozialen Netzwerken kundengerechte Inhalte an. In den meisten Fällen sind die Auftritte in den sozialen Netzwerken der Studie zufolge nicht auf dem neusten Stand. So seien zum Beispiel die in den Webseiten der Banken integrierten Social Media nur bei sieben von 50 Banken aktuell.
Die Studie "Social Media in Banking 2012" (
kostenpflichtig) untersucht die Stärken und Schwächen der Social-Media-Auftritte von 50 Großbanken. Auf Basis von 33 Kriterien wurden knapp 250 Auftritte in Social Media analysiert. Für jede Bank und Präsenz wurden die Qualität der Inhalte und Funktionen sowie die Integration mit der Webseite bewertet.