Die Stiftung Warentest hat in ihrem Magazin "Finanztest"
zehn Social-Media-Weiterbildungsangebote unter die Lupe genommen – ein Spektrum von ein- bis zweitägigen Einstiegskursen bis hin zu einer mehrmonatigen Vollzeit-Schulung zum "Social Media Manager".
Die Preise reichen von 39 Euro bis rund 1050 Euro für einen Präsenzkurs. Das Onlineangebot kostet knapp 1620 Euro. Die Tester fanden die teuren Präsenzkurse besser: "Wer mehr zahlt, bekommt auch mehr Leistung", heißt es in ihrem Bericht.
Inhalte
Inhaltlich überzeugend fanden die Testet vor allem Embis, Technische Akademie Wuppertal (TAW) und Social Media Akademie. Sie böten einen guten Überblick über Social-Media-Dienste, erklärten die wesentlichen Begriffe und zeigten Trends auf.
Die acht Online-Vorlesungen der Social Media Akademie halten die Tester zwar für "inhaltlich stark", gleichzeitig aber "didaktisch ausbaufähig". Viele Beispiele und Übungen seien "wenig anwendungsorientiert", moniert die Stiftung in der aktuellen "Finanztest"-Ausgabe. Zudem nehmen bis zu 35 User teil, bei den anderen Kursen maximal 16.
Embis, der für einen zweitägigen Blockkurs rund 1050 Euro veranschlagt, ist "rundum überzeugend". Positiv wurden auch die Präsenzkurse der BayTech Akademie bewertet, die unter 600 Euro kosten. Ebam (195 Euro) bietet "wenig Inhalte", bereitet diese aber "didaktisch stark" auf.
Bei den Volkshochschulen Hamburg und Stuttgart (jeweils rund 115 Euro) gefielen den Testern die Social-Media-Inhalte, Marketing kam ihnen aber zu kurz. Ähnliches gilt Finanztest zufolge für die IHK Akademie München und Oberbayern.
Das mit Abstand preisgünstigste Angebot hat die Volkshochschule Gießen: 39 Euro für einen Tag. Laut "Finanztest" bietet der Kurs aber "wenig Inhalt".
Unterlagen
Wenig glücklich waren die Testpersonen mit den Kursunterlagen. In den meisten Fällen wurden Powerpoint-Folien ausgehändigt. Der Anbieter Ebam habe vorwiegend Blog-Inhalte übernommen und zwei weitere Veranstalter verzichteten gleich ganz auf begleitendes Informationsmaterial.
Im Kleingedruckten aller Anbieter fand "Finanztest" rechtliche Mängel, etwa unwirksame Vorkasseklauseln – auch bei den überzeugenden Kursen.