15.06.2012 |   Social-Media-Trendmonitor

PR-Leute und Journos starren auf die Zahl der Fans

Die Ergebnisse des Social Media Trendmonitors grafisch aufbereitet
Die Ergebnisse des Social Media Trendmonitors grafisch aufbereitet

Deutsche Redaktionen und ihre PR-Kollegen in Agenturen und Unternehmen beurteilen ihren Erfolg im Social Web in erster Linie nach der Anzahl der Fans und Follower ihrer Facebook- und Twitter-Profile. Die Tonalität der Erwähnungen, die Intensität der Dialoge und die Reputation ihrer Kontakte spielen eine untergeordnete Rolle. Das ergab der aktuelle Social Media Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor.

Auf Platz Zwei der Erfolgskriterien liegt bei den Redaktionen die Anzahl der Erwähnungen bei Twitter, Facebook und Co (46 Prozent), während Unternehmen neue Kontakte und Leads (41 Prozent) am zweithäufigsten nennen.

Ein qualitatives Kriterium kommt erst auf Platz vier: Demnach halten 39 Prozent der Unternehmenssprecher die Tonalität der Erwähnungen für einen wichtigen Punkt. Ebenso sehen nur ein Drittel der Redakteure die Intensität der Dialoge als einen bedeutenden Faktor für ihren Erfolg an (33 Prozent). Mehr darüber zu erfahren, mit welchem Personenkreis man sich vernetzt hat, scheint für die meisten nur von sehr untergeordneter Bedeutung zu sein. "Wichtige Influencer" wurden von weniger als einem Viertel der Unternehmen (23 Prozent) und von nur rund jedem zehnten Journalisten (12 Prozent) als ein maßgebliches Kriterium genannt.

Social-Media-Monitoring

In erster Linie wollen Redaktionen und Unternehmen mit Hilfe ihres Monitorings vorausschauend erkennen, welche Themen für sie eine große Bedeutung entfalten werden. Für mehr als die Hälfte aller Journalisten (55 Prozent) und knapp zwei Drittel der Mitarbeiter in Pressestellen (61 Prozent) ist die frühzeitige Kenntnis von relevanten Themen die wichtigste Motivation, das Social Web systematisch zu beobachten. Anders sieht die Interessenlage bei den PR-Agenturen aus. Bei ihnen liegt die Erfolgskontrolle auf Platz Eins (68 Prozent).

Das Thema Social Media Monitoring ist für alle drei Berufsgruppen im Vergleich zum Vorjahr bedeutender geworden. Zum Beispiel setzt mittlerweile jedes zehnte Unternehmen auf eine kostenpflichtige Monitoring-Software (2011: 5 Prozent). Knapp jede fünfte Firma (18 Prozent) beauftragt einen externen Dienstleister. Im Vorjahr waren es nur 13 Prozent. Die Nutzung kostenfreier Google Alerts hat sich dagegen verdoppelt (2012: 60 Prozent, 2011: 30 Prozent).

Knapp 3.000 Redakteure, Pressesprecher und Mitarbeiter aus Agenturen haben für den Social Media Trendmonitor Auskunft gegeben, wie das Social Web ihre Arbeit beeinflusst.

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