Für die "dreisteste Werbelüge" erhält der Nahrungsmittelkonzern Hipp von der Verbraucherorganisation Foodwatch den Negativpreis "Goldener Windbeutel" 2012. Hipp reagierte mit Unverständnis.
Bei der am Dienstag zu Ende gegangenen Online-Abstimmung hätten mehr als 44.000 Verbraucher und damit 34,1 Prozent für Hipps Zuckergranulat-Tees "Früchte", "Waldfrüchte" und "Apfel-Melisse" gestimmt, teilte die Organisation mit. Insgesamt beteiligten sich knapp 130.000 Menschen auf der Internetseite abgespeist.de, um über die dreisteste Werbelüge 2012 abzustimmen.
Hipp bewerbe die Instant-Tees als geeignete Getränke für Kleinkinder ab dem 12. Monat, teilte Foodwatch mit. Der Kindertee bringe es aber auf umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker pro 200-Milliliter-Tasse. Experten würden empfehlen, Kindern nur ungesüßte Tees zu geben.
Auf der Verpackung werde "transparent und für den Verbraucher deutlich erkennbar der Zuckergehalt der Produkte angegeben", schrieb Hipp in einer Stellungnahme. Zudem entsprächen die Tees den strengen Vorschriften der Diätverordnung, die alle Produkte für Kinder unter drei Jahren einhalten müssten. Hipp warf Foodwatch eine Verunsicherung der Verbraucher vor.
1. Platz: Instant-Tees ab dem 12. Monat von Hipp (34,1 Prozent)
2. Platz: Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung mit pflanzlichem Eiweiß von Netto-Markendiscount (27,5 Prozent)
3. Platz: Becel pro.activ von Unilever (22,2 Prozent)
4. Platz: Clausthaler von Radeberger (10,1 Prozent)
5.Platz: Landlust Mirabelle Birne von Teekanne (6,1 Prozent)
Im Jahr 2009 hatte Actimel von Danone den Negativ-Preis bekommen, 2010 der Monte Drink von Zott und 2011 die Milch-Schnitte von Ferrero.
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