07.12.2012 |   Trend-Studie

Wie Agenturen im Jahr 2020 aussehen könnten

Der Studie zufolge benötigen Agenturen bis 2020 neue Eigenschaften
Der Studie zufolge benötigen Agenturen bis 2020 neue Eigenschaften

Agenturen müssen ihre Kreativität bewahren und gleichzeitig flexibler werden. Denn sie müssen sich auf einen gesellschaftlichen Wandel einstellen, der vier Dimensionen hat. Welche Geschäftsmodelle werden 2020 noch funktionieren? Damit beschäftigt sich die Studie "Agenturen der Zukunft".

Dass sich Agenturen ändern müssen, um in einem veränderten Umfeld wettbewerbsfähig zu sein, sagen 97 Prozent aller für die Trendstudie befragten Experten. Rund 60 Prozent der Befragten erklären sogar, Agenturen müssten sich komplett neu aufstellen, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Der Grund dafür ist ein sozialer, technologischer, kultureller und ökonomischer Wandel, den die Autoren der Trendstudie beschreiben.

Netzwerk wird wichtiger

Eines der Ergebnisse: Agenturen werden immer weniger in der Lage sein, ihre Aufträge allein umzusetzen. Künftig sind sie zunehmend auf ihr Netzwerk aus Freien, Spezialisten, anderen Agenturen und Dienstleistern angewiesen. Dies macht andere Formen des Austausches, Wissensmanagements und der Zusammenarbeit erforderlich. Agenturen müssen sich deutlich schneller anpassen, durchlässiger für Neues werden und brauchen andere Anreizsysteme. Die Wahrscheinlichkeit, dass Agenturen zukünftig aus einem Kernteam an Beratern und Projektmanagern plus Netzwerk an Freelancern und Spezialisten bestehen, liegt nach Ansicht der Teilnehmer des Social Forecastings bei 77 Prozent.

Neue Geschäftsmodelle

Der Trendstudie zufolge werden es Agenturen mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent bis 2020 schaffen, neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Dies geht aus dem für die Studie durchgeführten Social Forecasting hervor. Die bisherige Wertschöpfungskette wird zerbrechen (54% Wahrscheinlichkeit) und 2020 sind Projektgeschäfte die Hauptumsatzquelle von Agenturen. Nach Ansicht der Social Forecasting-Teilnehmer machen sie durchschnittlich 34 Prozent des Umsatzes aus. Retainer werden dann nur noch im Schnitt 27 Prozent des Agenturumsatzes einbringen. Alternative Geschäftsmodelle werden mit fast 40 Prozent zum Umsatz beitragen. Darunter sind erfolgsbasierte Bezahlungen (16%), Lizenzeinnahmen (9%), Beteiligungen an Start-Ups und Honorare über Firmenanteile (8%) sowie die Vermarktung und der Verkauf eigener Produkte an Endkonsumenten (6%)

Von Mai bis November 2012 lang hat ein Thinktank aus Agenturvertretern unter der Leitung des Trendforschers Jörg Jelden die Herausforderungen der Zukunft eruiert und nach möglichen Antworten darauf gesucht. Weitere Zutaten: Unter anderem Experten-Interviews, Social Forecasting und einem Wettbewerb auf der Kreativplattform Jovoto. Die Studie ist auf www.agenturenderzukunft.de erhältlich.

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