15.02.2013 |   Lintemeier Stakeholder Relations-Studie

Stakeholder Management ist relevant, aber unterbesetzt

Stakeholder werden vor allem informiert, Konsultationen oder Kooperationen sind selten
Stakeholder werden vor allem informiert, Konsultationen oder Kooperationen sind selten

Kleine und mittelständische Unternehmen messen dem Stakeholder Management die größte Bedeutung bei und eine an den Interessen und Ansprüchen von Stakeholdern ausgerichtete Unternehmensführung und Kommunikationspolitik wird an Bedeutung zunehmen. Dies sind zwei Ergebnisse der Studie "Stakeholder Integration", die der Münchner Berater Klaus Lintemeier gemeinsam mit Knobel Corporate Communications und der MHMK, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation für die DACH-Region erstellt hat.

Die Relevanz eines systematischen Dialogs mit Anspruchsgruppen stufen 90 Prozent der für die Studie befragten Stakeholder-, Kommunikations- und Nachhaltigkeitsmanager als hoch oder sehr hoch ein. 78 Prozent rechnen damit, dass es in den nächsten Jahren wichtiger wird, Management-Prozesse an Stakeholder-Interessen zu orientieren. Den größten Bedeutungszuwachs fühlen dabei Unternehmen, die weniger als 100 Millionen Euro pro Jahr umsetzen. Diese eher kleinen Unternehmen gerieten erst in jüngerer Zeit unter Beschuss von kritischen Stakeholdergruppen.

Kommunikation oft zuständig

Die Zuständigkeit für Stakeholder Management verteilen 43 Prozent der Unternehmen auf mehrere Bereiche, ohne eindeutige inhaltliche Verantwortlichkeit. Wenn ein einziger Bereich die Verantwortung erhält, ist dies am ehesten die Kommunikation (25 %).

Personell seien Stakeholder Manager im Vergleich zu Kommunikatoren oder Public-Affairs-Managern noch eher dürftig ausgestattet. Methodisch dominieren das kontinuierliche Monitoring der Meinungsführerlandschaft (57 %), klassische Befragungen (ca. 50 %) und Medienbeobachtungen (51 %).

Zudem variiert die Bedeutung des Stakeholder Managements zwischen Branchen erheblich: Für die Branchen Handel (92%) es die wichtigste Rolle, dahinter folgen Banken/Versicherungen (72%), Pharma (71%) und Energie (68%). Schlusslicht in dieser Rangfolge ist die Pharmabranche mit 57 Prozent. 

Die Studie "Stakeholder Integration. Zum Wertschöpfungsbeitrag von Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement" kostet 35 Euro und ist hier erhältlich



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