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Am konstruktivsten arbeiten Lobbyisten nach eigener Einschätzung mit CDU und FDP zusammen.
17.06.2013   News
Lobbyisten erwarten ein Ende von Schwarz-Gelb
 
Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung ist unter Public Affairs-Verantwortlichen in Deutschland deutlich gestiegen. Sie erwarten aber eine neue Regierungskonstellation nach der Bundestagswahl im Herbst. Dies geht aus der jährlichen Public Affairs-Umfrage der Kommunikationsberatung MSL Germany hervor.

66 Prozent der Unternehmenslobbyisten bewerten die Regierungsarbeit mit "gut", acht Prozent mit "sehr gut". Damit ist die Zustimmungsrate innerhalb von zwei Jahren um mehr als 30 Prozentpunkte gestiegen.

Für die Bundestagswahl im September 2013 rechnen 56 Prozent der Public Affairs-Manager mit einer Großen Koalition. 31 Prozent prognostizieren eine Neuauflage von Schwarz-Gelb. Wenige Chancen werden Schwarz-Grün und Rot-Grün eingeräumt: nur jeweils zwei Prozent der Befragten rechnen damit, dass eine dieser Koalitionsoptionen realisiert wird.

Am Konstruktivsten arbeiten nach eigener Einschätzung 79 Prozent der befragten Lobbyisten mit der CDU zusammen, 61 Prozent nannten hier die FDP. Die SPD kommt auf 49 Prozent, gefolgt von der CSU (30 Prozent) und den Grünen mit 20 Prozent. Linke und Piraten wurden nicht genannt. 

Die Prioritäten für die nächste Bundesregierung sehen die Public Affairs-Verantwortlichen in der Bewältigung der Euro-Krise, der Energiewende und einer Steuerreform. 82 Prozent stufen die Euro-Krise als wichtigstes Politikfeld ein, die Energiewende folgt mit 70 Prozent auf dem zweiten Platz, 39 Prozent sehen eine Steuerreform als wichtig an.

Offline-Kontaktpflege wird wieder beliebter

Drei Viertel der Public Affairs-Manager sucht gezielt den Dialog mit den Parteien zu den Inhalten ihrer Wahl- und Regierungsprogramme. 21 Prozent der Public Affairs-Verantwortlichen zieht es vor, sich nicht mit den Parteien über ihre Pläne für die nächste Legislaturperiode auszutauschen.

Unter den Social Media-Plattformen zur Kontaktpflege mit Politikern bleibt Facebook die Nummer Eins. 43 Prozent nutzen diese Kommunikationsplattform. 37 Prozent der Lobbyisten nutzen Twitter eine Steigerung um 16 Prozentpunkte. Xing wird von 15 Prozent genutzt – eine Einbuße von acht Prozentpunkten. Insgesamt sinkt der Anteil von Social Media als Instrument der politischen Kontaktpflege von 44 Prozent im Vorjahr auf 28 Prozent. Klassische Instrumente wie persönliche Treffen (97 Prozent), Parlamentarische Abende (66 Prozent) und Podiumsdiskussionen (46 Prozent) sind wichtiger.

Bei der Zusammenarbeit mit Agenturen legen 78 Prozent der Public Affairs-Verantwortlichen Wert darauf, dass ihre Dienstleister strategisch beraten können. 59 Prozent ist die Vernetzung ihrer Berater mit relevanten Entscheidungsträgern wichtig.

Für die 12. Public Affairs-Umfrage von MSL Germany wurden Anfang April 2013 rund 300 Public Affairs-Verantwortliche aus Unternehmen und Verbänden befragt. Über sechzig Antworten gingen in die Auswertung ein. Die Ergebnisse sind über diesen Link verfügbar.

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