
Die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) stellt seit Ende Oktober 2009 vier Mal im Jahr einen Vertrauensindex vor. Kooperationsopartner sind außer dem Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid, das regelmäßig 1.051 Personen zu ihrem Vertrauen in acht ausgewählte Branchen der deutschen Wirtschaft befragt, die "Wirtschaftswoche" und der PR Report.
Ergänzt wird die Branchen-Betrachtung durch Fragen, die exklusiv für den PR Report untersucht werden. Der Februar-Index beschäftigt sich daher zusätzlich mit der Frage: Wie stark vertrauen Sie gemeinnützigen Organisationen wie Greanpeace, Rotes Kreuz oder Kindernothilfe?
Die Ergebnisse sind erstaunlich: Mit 78 von 100 möglichen Punkten heben sich gemeinnützige Organisationen (NGOs) deutlich von den abgefragten acht Branchen und dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen ab. Diese erzielten durchschnittlich einen Index-Wert von 38,8. "NGOs geben dem Verbraucher das Gefühl, sich um seine Belange zu kümmern – anders als Großkonzerne, die aus Sicht der Verbarucher primär darauf achten, dass die Bilanzen stimmen", nennt GPRA-Präsidiumsmitglied Uwe A. Kohrs eine mögliche Erklärung für diesen Vertrauensunterschied.
Auch in den verschiedenen Altersgruppen zeichnet sich ein überdurchschnittlich hohes Vertrauen in NGOs ab. Besonders die 40- bis 49-Jährigen trauen gemeinnützigen Organisationen (Indexwert: 87).
Die Schulbildung der Befragten zeigt, dass NGOs ein besonders starkes Vertrauen unter Befragten mit Volksschulabschluss ohne Lehre (Indexwert: 86) sowie unter Befragten mit Abitur und Hochschulabschluss (Indexwert: 87) genießen.
Eine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen sowie nach Ost- und Westdeutschland bleibt ohne nennenswerte Ergebnisse. Hier bringen die Befragten NGOs gleichermaßen großes Vertrauen entgegen.
