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News / Traditionell geprägte Branchen pfeifen auf Social Media
In der Baubranche werden Social Media für die B2B-Kommunikation selten genutzt. Foto: jcb
09.10.2012   News
Traditionell geprägte Branchen pfeifen auf Social Media
 
Während alle Autobauer via Facebook kommunizieren, plant jedes fünfte Unternehmen aus anderen Branchen, auch in Zukunft auf Social Media zu verzichten: Eine Umfrage des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation zeigt bei der Nutzung von sozialen Medien immer noch sehr starke Branchenunterschiede.

Facebook ist der Favorit


Vor allem Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnologie, Medien-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen setzen auf Social Media. Während die Hälfte aller Befragten die sozialen Medien zur externen Kommunikation einsetzt, verwendet lediglich jedes vierte Unternehmen diese auch noch für die interne Kommunikation. Bei der Wahl der Kommunikationskanäle stellte sich heraus, dass Facebook der Spitzenreiter ist, bei dem 80 Prozent der befragten Unternehmen aktiv sind, in der Automobilbranche sogar volle 100 Prozent.

Dicht auf den Fersen von Mark Zuckerbergs sozialem Netzwerk folgen das Karriere-Netzwerk Xing (besonders beliebt in der Beratungsbranche) und das Micro-Blogging-Portal Twitter, welches vor allem im IT- und Telekommunikationsbereich gerne genutzt wird. Blogs sind immerhin bei 40 Prozent der Unternehmen schon Teil der externen Kommunikation geworden.


Ziel der Social-Media-Nutzung ist, wie zu erwarten, fast einstimmig die Imagesteigerung. Doch auch Kundenbindung und einfacher 'Mitmachzwang' sind Gründe - schließlich ist Social Media in der heutigen Unternehmenslandschaft quasi Pflicht.

Traditionelle Unternehmen hinken hinterher


Gleichzeitig ergab die Umfrage ein erstaunliches Ergebnis: Fast ein Viertel der Unternehmen hat kein Interesse an Social Media. 20 Prozent der Befragten arbeiten nicht mit sozialen Medien und planen deren Einsatz auch für die absehbare Zukunft nicht. Bauwirtschaft und Elektroindustrie haben Schwierigkeiten bei der Etablierung der sozialen Medien, unter anderem aufgrund von organisatorischen Problemen.

In eher traditionell geprägten Unternehmen mangelt es offenbar an einschlägig ausgebildetem Personal: "Bei der Frage nach der Verantwortung beispielsweise, beschäftigt in der Baubranche aktuell nur ein Viertel der Unternehmen einen Social Media Manager", erläutert Jacqueline Althaller, die Initiatorin des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation und Inhaberin der Agentur Communication Presse und PR.


Social Media ist und bleibt also für Unternehmen unumgänglich, doch wird deutlich, dass an vielen Stellen noch an der Strategie gefeilt werden muss. Gleichzeitig sind die Budgets for Social Media immer noch gering, weshalb die Prognosen zurückhaltend sind.

Für die Umfrage wurden im Juni und Juli 2012 Kommunikationsverantwortliche aus über 200 Unternehmen in 14 Branchen zu ihrer Nutzung von sozialen Medien befragt.