08.10.2015 |   Burson-Marsteller-Umfrage

Digitaler Wandel wird zum größten Unternehmensrisiko

Im vergangenen Jahr haben 21 Prozent der Führungskräfte von Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) eine Unternehmenskrise durch das Auftreten neuer Geschäftsmodelle durchlaufen. 73 Prozent sind der Ansicht, dass ihr künftiger Unternehmenserfolg durch neue Marktteilnehmer oder innovative Geschäftsmodelle bedroht ist, die in den vergangenen drei Jahren auf den Markt gekommen sind.

Im Rahmen ihrer Krisenumfrage hat die Agentur Burson-Marsteller im August 426 Entscheidungsträger aus Unternehmen der EMEA-Region befragen lassen. Mit Blick auf die kommenden sechs bis zwölf Monate nannten die Befragten vor allem den Eintritt weiterer innovativer Geschäftsmodelle in ihre Branchen als Hauptbedrohung. Das Auftreten von "disruptiven Innovatoren" mit Risikopotenzial für das eigene Unternehmen wird inzwischen für wesentlich wahrscheinlicher gehalten als das Auftreten traditioneller Krisen wie noch im vergangenen Jahr.

Die Umfrage zeigt, dass strittige interne Firmenentwicklungen die häufigste Ursache für eine Unternehmenskrise in den vergangenen zwölf Monaten waren. Als zweitwichtigsten Grund nannten die Befragten das Eindringen neuer, innovativer Geschäftsmodelle in ihre jeweiligen Märkte. Der Umfrage zufolge werden als weitere Krisenrisiken Logistikprobleme innerhalb der Wertschöpfungskette (Platz 3), Ausfälle von digital gestützten Geschäftsprozessen (Platz 4), reputationsschädigende Kampagnen in den sozialen Medien (Platz 5) sowie ein verändertes regulatorisches Umfeld genannt (Platz 6).

Weitere Ergebnisse der Online-Befragung: Das Risiko für eine Krise ist so hoch wie seit 2009 nicht mehr: 49 Prozent der Entscheider haben in ihrem Unternehmen eine Krise durchlaufen. Unternehmen werden sich zunehmend der digitalen Herausforderungen bewusst: 49 Prozent der Unternehmen haben einen digitalen Krisenkommunikationsplan - das sind zehn Prozentpunkte mehr als 2013 - und 20 Prozent der Unternehmen durchliefen eine Krise wegen des Versagens der digitalen Sicherheit.

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