27.11.2015 |   Gartner Communications-Umfrage

PR-Profis verweigern häufiger Statements

Klassische Medien kommen bei PR-Fachleuten derzeit nicht gut weg. Einer der Vorwürfe: einseitige Berichterstattung. Einer Umfrage der Agentur Gartner Communications zufolge verweigern 45 Prozent der Teilnehmer zunehmend Stellungnahmen aufgrund vorhersehbar tendenzieller Beiträge oder empfehlen diese Vorgehensweise ihren Kunden.

80 Prozent reagieren mit Anpassungen ihrer Strategie zulasten klassischer Medienarbeit. 65 Prozent verstärken deshalb die direkte Interaktion mit Zielgruppen über Social Media, 55 Prozent setzen vermehrt auf die Distribution von Inhalten per Corporate Publishing.

Das Beratungsunternehmen hat im November 78 PR-Profis online befragt. Acht von zehn Befragten stimmen der Aussage zu, Journalisten gingen "häufig mit vorgefassten Meinungen an ein Thema heran". Ebenso viele teilen die Einschätzung, bei Medienanfragen stehe die Geschichte häufig bereits fest und angefragte Statements dienten "eher der Untermauerung dieser Geschichte als einer ergebnisoffenen Recherche". Die Hälfte empfindet Medienberichterstattung in der eigenen Arbeit zunehmend als einseitig oder voreingenommen.

Der komplette Report kann unter beratung(at)gartnercommunications.com angefordert werden.

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Kommentare

Jürgen Braatz am 30.11.2015 um 10:50
Ärgerliche Fälschung
Die Fragestellung gebiert den Aufreger, das Eigenmarketing der Agentur klappt. Was bedeutet denn, acht von zehn PR-Profis seien der Meinung, "Journalisten gingen "häufig mit vorgefassten Meinungen an ein Thema heran". Was heißt denn häufig und wieviel Prozent der Journalisten arbeiten nach Meinung der wenigen Befragten mit diesen Methoden? Ich könnten zu dieser Frage auch ja sagen. Aber von den geschätzt 150 Journalisten, mit denen ich persönlich bekannt bin, sind es zwei, die so arbeiten. Diese beiden allerdings, rund ein Prozent der mir persönlich bekannten Journalisten, gehen im Wortsinn der Frage "häufig mit vorgefassten Meinungen an ein Thema heran".
Mein persönliches Fazit: Journalisten drucken häufig Statistiken ab ohne sie zu verstehen.
 

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