24.03.2016 |   Nach Einstieg von Matthias Fritton

Frank Klaas verlässt Deutsche Börse

Frank Klass
Frank Klass

Public-Affairs-Chef Frank-H. Klaas (57) wird die Deutsche Börse zum 31. März 2016 verlassen. Klaas verantwortete die politische Kommunikation des Dax-Konzerns seit Anfang 2013. Zu seinem Verantwortungsbereich zählten auch die Repräsentanzen in Berlin und Brüssel. Klaas verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich anderen Herausforderungen zu widmen, teilte die Deutsche Börse mit.

„Ich danke Frank Klaas für seinen geleisteten Beitrag, die Gruppe Deutsche Börse sehr viel deutlicher im politischen Umfeld zu positionieren, besonders in einer Zeit, die von großen regulatorischen Änderungen geprägt war. Er hat durch seine Art, politische Kommunikation zu organisieren, der Deutschen Börse viel Respekt in Gesellschaft und Politik verschafft. Von diesen Impulsen werden wir weiterhin profitieren“, sagte der CEO der Deutschen Börse, Carsten Kengeter.

Global Public Affairs gehört zum Gesamtbereich Group Communications, Marketing & Public Affairs, der von Matthias Fritton, geleitet wird. Der frühere Zehnder-Berater hatte vor einigen Wochen bei der Börse angeheuert. Mit Frittons Einstieg wurden die direkten Berichtslinien von Klaas und dem bisherigen PR-Chef Rüdiger Assion an CEO Kengeter gekappt. Assion wurde gleichzeitig zum Managing Director befördert. Für Fritton wurde eigens die Funktion des Generalbevollmächtigten geschaffen. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Frittons Einstieg, der Umstrukturierung und dem Abgang von Klaas gibt, ist nicht bekannt.

Das beherrschende Thema bei der Deutschen Börse zurzeit ist der geplante Zusammenschluss mit der Londoner Börse. Im Zusammenhang mit diesem Deal wurde Kritik laut, weil die Zentrale des fusionierten Unternehmens in London sein soll. Mit dem Satz, die Fusion sei gottgewollt, sorgte Kengeter für Aufmerksamkeit. Dem Vernehmen nach berät bei dieser Transaktion die Agentur CNC mit ihrem Veteran Roland Klein.

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