18.12.2012 |   Studie Journalismus und Social Media

Deutsche Journalisten informieren sich via Facebook

Facebook & Co. sind eine wichtige Informationsquelle für die Mehrheit der Journalisten.
Facebook & Co. sind eine wichtige Informationsquelle für die Mehrheit der Journalisten.

Mehr als 80 Prozent der deutschsprachigen Journalisten nutzen Facebook & Co. als Informationsquelle oder wollen dies künftig tun. Besonders beliebt ist Social Media bei Journalisten für das Einfangen von Stimmungen oder Hintergründen. Das sind Ergebnisse einer Studie, die das ECCO-PR-Agenturnetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt hat.

Klare Präferenzen

Beim Gebrauch von Social Media sind Facebook, Xing und Twitter ganz vorne. Google+ und LinkedIn folgen dicht darauf. Trotz des ihres Schreib-Handwerks führt nur eine Minderheit der Journalisten persönliche Blogs. Schweizer Journalisten, so fand die Studie heraus, verhalten sich noch am distanziertesten zu sozialen Netzwerken, während österreichische Journalisten viel mehr Gebrauch von Twitter machen als ihre Kollegen in den beiden anderen Ländern.

Sorgen um Qualität

Der Großteil der Journalisten - zwischen 85 Prozent (Schweiz) und 94,5 Prozent (Österreich) - betrachtet Social Media als eine Ergänzung der eigenen Arbeit. Mehr als 80 Prozent der Journalisten in allen drei Ländern sehen aber die Qualität journalistischer Arbeit durch die sozialen Netzwerke gefährdet. Aufgrund der Schnelligkeit und teilweise Unreflektiertheit des Social Web sehen die meisten Journalisten deshalb auch ihre Kernaufgabe darin, der Bevölkerung die Zusammenhänge hinter den News zu verdeutlichen.

Für die Studie wurden über 700 Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

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Kommentare

Ulrica Griffiths am 22.01.2014 um 11:27
Der Hype ist inzwischen abgeflaut, wie eine neue Studie bestätigt: http://www.griffiths-consulting.de/2014/01/pressearbeit-per-social-media/
 

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