05.03.2013 |   EHI Retail-Studie "PR im Handel 2013"

Reputation wird immer wichtiger für Unternehmenserfolg

Das EHI Retail Insitute befragte  PR-Verantwortliche aus 75 Handelsunternehmen sowie 119 Geschäftsführer.
Das EHI Retail Insitute befragte PR-Verantwortliche aus 75 Handelsunternehmen sowie 119 Geschäftsführer.

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens wird zunehmend durch dessen Reputation bestimmt, und die Bedeutung des guten Rufs ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gründe dafür sind unter anderem besser informierte, kritischere Kunden, die zunehmend Transparenz fordern. Dieser gute Ruf ist allerdings im Handel eher weniger gegeben – eine Aufgabe für die Öffentlichkeitsarbeit. Dies und mehr untersuchte die aktuelle Studie "PR im Handel 2013" des Kölner EHI Retail Institute.

Ist der Ruf erst ruiniert, ...?

Über 90 Prozent der befragten Kommunikationsveranwortlichen von Unternehmen betonten, dass Reputation ein ausschlaggebender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg ist. Davon meinen 81 Prozent der PR-Profis, dass die Bedeutung der Reputation in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Problematisch hierbei ist allerdings, dass der Ruf des Handels nach Einschätzung von 70 Prozent der Befragten schlechter ist als seine Leistungen. 70 Prozent der Kommunikationsprofis ist auch der Ansicht, dass der schlechte Ruf des Handels gleichzeitig das Image des eigenen Unternehmens schädigt.

Als Maßnahme gegen das negative Bild des Handels betrachten 86 Prozent der befragten Kommunikationsprofis eine erhöhte Transparenz. Hiervon verspricht man sich, dass mit der Transparenz auch direkt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens steigt. Skepsis beweist immerhin knapp ein Drittel: sie meinen, dass ein zu hohes Maß an Transparenz auch schaden kann.

Social-Media-Skepsis

Social Media ist mittlerweile aufgrund seiner gesellschaftlichen Relevanz zum festen Bestandteil der Portfolios der Unternehmen geworden. Aktivitäten in den sozialen Netzwerken wurden verstärkt, die Kommuniaktion persönlicher gestaltet. Besonders soziale Medien fordern stets größere Transparenz, doch auch hier sind die Reaktionen der Profis eher zurückhaltend. Die Befragten erkennen die Chancen, doch verweisen stets auf die Risiken der viralen Wirkung von Social Media. Schließlichen machen soziale Medien Unternehmen nicht nur transparenter, sondern auch offener für Angriffe.

Besonders die Tatsache, dass der Kommunikationsverlauf hier so schwer zu steuern ist, bereitet den befragten Profis anscheinend Unwohlsein. Das Risiko einer Rufschädigung wird hier stets im Blick behalten und hat Einfluss auf die Gestaltung der Kommunikation. Hierfür verlassen sich viele Unternehmen auf Monitoring, und 74 Prozent sagen aus, dadurch gut auf mögliche Krisen vorbereitet zu sein. Immerhin musste schon nahezu ein Drittel mit Kritik im Netz umgehen.

Das EHI Retail Institute konnte für seine Studie insgesamt 75 Handelsunternehmen in Deutschland zur Teilnahme bewegen. Für Mitglieder des EHI steht die Studie kostenlos zum Download zur Verfügung. Nicht-Mitglieder können sie zum Preis von 495 Euro bestellen.

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