26.09.2013 |   Ausschnitt-Umfrage

Social-Media-Guidelines erhöhen das Mitarbeiter-Engagement

Social-Media-Guidelines wurden vielerort eingeführt, doch über die Resultate besteht nicht viel Einigkeit.
Social-Media-Guidelines wurden vielerort eingeführt, doch über die Resultate besteht nicht viel Einigkeit.

In fast jeder zweiten (40 Prozent) Firma engagieren sich Mitarbeiter aktiver im Social Web, seit das Unternehmen Social-Media-Guidelines veröffentlicht hat. Ein gleich starker Anteil erkennt zudem eine stärkere Kommunikation der Mitarbeiter im Sinne des Unternehmens. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der Medienbeobachtung Ausschnitt zu Social-Media-Guidelines.

Guidelines meist Empfehlungen


Eine gestiegene Bedeutung von Social Media innerhalb der letzten drei Jahre attestierten alle befragten Unternehmen. Alle nutzen Social Media im Bereich Kommunikation, doch auch im Personalbereich (53 Prozent) und Marketing (47 Prozent) sind sie angesagt.

Entsprechend wurden Guidelines zur Nutzung des Social Web eingeführt, die von 73 Prozent intern umgesetzt wurden - hieran arbeiteten vorrangig die Kommunikationsabteilung (80 Prozent), die Rechtsabteilung (67 Prozent) und das Management (53 Prozent). Nur 27 Prozent der befragten Unternehmen holten sich externen Rat dafür ein.

Verbindlich sind die Guidelines nicht in allen Unternehmen: Als rechtlich bindende Vorschriften verstehen sie gerade einmal 13 Prozent der Befragten. Die Mehrheit von 87 Prozent sieht ihre Social-Media-Guidelines als reine Empfehlungen. Ganz gleich, wie die Verbindlichkeit eingestuft wird, stimmen 93 Prozent ein, dass die Mitarbeiter seit der Einführung der Richtlinien aufgeklärter mit ihrem unternehmensbezogenen Engagement im Social Web umgehen.

Keine Verstöße, aber auch wenig Veränderung

Und so scheinen die Richtlinien, die 93 Prozent der Befragten per Intranet und 53 Prozent noch via E-Mail an ihre Mitarbeiter vermittelten, durchaus zu greifen. Keines der befragten Unternehmen musste bislang Konsequenzen gegenüber Mitarbeitern ergreifen, die gegen die Guidelines verstoßen haben.

Befragt wurden 15 deutsche Unternehmen und Institutionen, deren Social-Media-Guidelines als "best practices" gelten, darunter Daimler, Deutsche Bahn und die Fraunhofer-Gesellschaft. Das Booklet zur Umfrage ist online verfügbar.

Diesen Beitrag


Bookmarken

Kommentare

Michael Mrheine am 27.09.2013 um 12:31
Bisher bekommen auch wir nur selten Kundenanfragen bzgl. solcher Guidelines, aber das deckt sich ja mit Ihren geschilderten Zahlen. Jedoch berichten auch uns Kunden aus ihren Unternehmen nur Gutes, wenn sie solche Guidelines eingeführt haben. Eigentlich ist der Aufwand gering einzuschätzen, aber die interne Wirkung für genaue Do's & Don'ts schafft ein transparentes Wohlgefühl für die Angestellten. Ich kenne keinen Fall, in dem ein Unternehmen wieder ganz zurück ruderte und die Aktivitäten untersagte.

Michael Marheine

Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc. wie auch auf http://www.social-media-online-marketing.com
 

Diesen Beitrag kommentieren 

Spamschutz

Um zu verhindern, dass hier Roboter Formulare ausfüllen,
bitten wir Sie, die folgende Frage zu beantworten.

Kleine Hilfe:

Die Beiträge werden von der Redaktion geprüft und innerhalb der nächsten 24 Stunden freigeschaltet.
Wir bitten um Ihr Verständnis.