04.12.2013 |   Ein Drittel weniger als bei Pharma und Banken

PR zählt im Gehaltsvergleich zu den Flop-Branchen

Die PR-Branche schneidet im Gehaltscheck sehr schlecht ab.
Die PR-Branche schneidet im Gehaltscheck sehr schlecht ab.

Agentur, Werbung, Marketing und PR sind auf Platz 5 der Flop-Branchen. Mit einem durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 38.762 Euro schneidet die Branche mies ab und liegt damit nur knapp hinter Bildung und Training. Dies ist ein Ergebnis der Stepstone-Gehaltsstudie 2013.

Deutlich wurde in dieser Studie erneut, dass sich ein akademischer Grad in Sachen Verdienst lohnt. Im Bereich Marketing & Kommunikation unterscheidet sich das Bruttojahresgehalt eines Mannes mit schulischem Abschluss/Ausbildung deutlich von dem eines Mannes mit akademischem Abschluss (41.286 Euro vs. 45.853 Euro). Frauen verdienen nach wie vor schlechter: mit Ausbildung kommen sie im Schnitt auf ein Bruttojahresgehalt von 40.136 Euro, mit akademischem Grad auf 44.152 Euro.

Die schlechtesten Verdienstchancen bestehen im Bereich Hotel, Gastronomie und Catering (im Schnitt 30.555 Euro), doch hebt sich die PR-Branche hiervon kaum ab. Deutlich besser werden die Mitarbeiter in der Pharmaindustrie, den Banken und dem Fahrzeugbau entlohnt, sie erhalten im Schnitt mehr als 57.000 Euro.

Weiteres dazu im Netz:


Bericht zur Gehaltsstudie bei welt.de

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Kommentare

Maik Hannemann am 04.12.2013 um 17:52
Es macht mir Spaß, diese (endlich mal!!) selbstkritische Brancheneinschätzung des PRReport zu lesen. Nach 16 Jahren in der PR habe ich der Branche sehr gezielt den Rücken gekehrt. Zwar hatte ich es nach langen Jahren geschafft, erheblich(!!) mehr als die hier genannten Summen zu verdienen, aber mir wurde klar, dass man sich in der PR nichts als totarbeiten kann. Fast alle anderen Tätigkeitsfelder machen im Industriebetrieb sehr viel früher die Lichter aus und verdienen dabei noch mehr. Viel mehr.
Fazit: Danke für diese ehrliche Betrachtung. Nie wieder PR!
 
S. Behnke am 04.12.2013 um 18:16
Besonders schlimm: Es drängen immer mehr in diese Branche und machen die Preise noch weiter kaputt. Der Discount-Akademisierung durch Bologna sei Dank.
Leute, macht eine solide Ausbildung und führt ein vernünftges Leben, das man dann auch mit über Vierzig noch durchhalten kann. Aber wiederholt nicht die Fehler der Generation "irgendwas mit Medien".
 
Pete am 19.12.2013 um 13:34
In welcher Branche arbeiten Sie denn jetzt, Herr Hannemann?
 

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