03.06.2014 |   Studie "Marketingorganisation der Zukunft"

Unternehmenskommunikation und Marketing werden eins

79 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen gehen davon aus, dass Unternehmenskommunikation und Marketing zusammengelegt werden. Das besagt die aktuelle Studie "Marketingorganisation der Zukunft", die der Deutsche Marketing Verband (DMV) und der Zukunftsforscher BathenJelden vorgelegt haben. Ein Grund: Arbeitsweisen und Zielgruppen würden sich immer weiter annähern.

Gleichzeitig halten es 81 Prozent der Umfrageteilnehmer für (sehr) wahrscheinlich, dass das Marketing bis zum Jahr 2020 noch näher an den Vertrieb heranrückt. Das zeigt, wie stark vielerorts der Druck auf Marketer zugenommen hat, ihre Rolle, etwa bei der Gestaltung von Geschäftsmodellen, neu zu definieren. In der Studie wird Rainer Hillebrand, stellvertretender Vorstandschef der Otto Group, wie folgt zitiert: "Die klassischen Strukturen einer Marketingabteilung sind überholt. In modernen Unternehmen stellt man diese strengen Strukturen nicht mehr fest. Zukünftig wird es wohl noch einen kleinen Marken- und Strategiebereich geben, der unter dem Vorstand aufgehängt ist, aber man braucht vielleicht keine eigene Marketingabteilung mehr."

Nur 23 Prozent der Befragungsteilnehmer aus Unternehmen glauben, dass ihre Abteilung in der jetzigen Form gut für die Zukunft aufgestellt sei. Knapp die Hälfte (48 Prozent) ist dagegen der Meinung, kleinere Korrekturen könnten schon viel bewirken. Gleichzeitig gehen mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmensvertreter davon aus, dass Marketing im digitalen Wandel unternehmensintern an Bedeutung gewinne oder die Relevanz der Abteilung zumindest stabil bleibe.

Die Studie basiert unter anderem auf 40 Einzelinterviews, darunter mit Unternehmensvorständen und Marketingverantwortlichen, sowie einer Online-Befragung mit über 800 Teilnehmern aus dem Marketingumfeld der unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensgrößen. Die ausführlichen Studienergebnisse können Interessierte in gedruckter Form für 40 Euro beim DMV bestellen oder kostenlos unter www.marketingverband.de/studien herunterladen.

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Kommentare

K. Bornamann am 03.06.2014 um 18:24
Was heißt das? Der Artikel suggeriert etwas wirr, dass dies für Marketing ein Problem sei. Weil es näher an den Vertrieb rücke.

Die Botschaft ist eine ganz andere, gerade hier im PR-Magazin! Sie lautet: "Das Pferd ist tot." Welches Pferd? Antwort: "Die PR".

Denn: Alles ist Verkauf / Marketing. Es war absehbar und konsequent. Die paar unabhängig recherierenden Journalisten, die die sensiblen PR-Storyteller noch "überzeugen" wollen, gibt es kaum noch. Oder man versorgt sie nebenbei.

Fragt draußen jemand nach? Garantiert nicht.

Ergo: Eine Branche geht immer weiter in die Bedeutungslosigkeit. Wir sind Werber. So ist das.
 
Daniel Köpf am 11.06.2014 um 15:52
Nie und nimmer! Wer Marketing nicht als Teil einer stringenten Unternehmensausrichtung begreift, hat sich vielleicht bisher mit den internen Prozessen zu wenig beschäftig und zu bewerkstelligende Herausforderungen auch sonst irgendwie gemeistert ;-)
 

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