24.07.2014 |   Prognosen von Simpleshow und Infotainweb

Erklärvideo-Markt wächst um 50 Prozent pro Jahr

Infotainweb-Chef Stefan Huber im Interview

Etwa 30 Millionen Euro werden Unternehmen in Deutschland allein in diesem Jahr für Kreation und Produktion von Erklärvideos ausgeben. Davon gehen die Bewegtbildproduzenten Simpleshow und Infotainweb aus. Die Steigerungsraten werden ihren Recherchen nach künftig erheblich sein.

Für die kommenden Jahre erwarten die beiden Unternehmen ein Marktwachstum von jeweils mehr als 50 Prozent. Bis 2020 soll sich das Potenzial des deutschen Marktes auf 250 Millionen Euro erhöht haben, lautet die Prognose. Als Berechnungsgrundlage dienten Marktdaten und eigene Erfahrungswerte: "Die Kennzahlen zum Marktvolumen und zum Marktpotential konnten wir mit den eigenen Wachstumsraten und Erkenntnissen untermauern", sagt Infotainweb-CEO Stefan Huber.

Einer Studie zufolge zählen How-to-Filme zu den erfolgreichsten kommerziellen Online-Videos. So hat der US-amerikanische Software-Anbieter Animoto per Umfrage herausgefunden, dass sie mit 67 Prozent zur meist gesehenen Videokategorie im Netz gehören, und zwar vor Unterhaltungs- und Produktvideos (64 Prozent). Nach Meinung von Simpleshow-Gründer Jens Schmelzle wird ihre Bedeutung noch zunehmen: "Erklärvideos werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in der Unternehmenskommunikation spielen", sagt Schmelzle, "wir sind schon lange am Markt und können in fast allen Branchen sehen: der Trend geht eindeutig hin zu Video-Microcontent."

Fast 700.000 Unternehmen kommen demnach in Deutschland als Kunden für Erklärvideos in Frage. Diese können von verschiedensten Unternehmensbereichen genutzt werden, ob von HR, der internen und externen Kommunikation oder von Marketing und Vertrieb.

Nach einer Definition der Agentur JP│KOM visualisieren und erläutern Erklärvideos Themen modern und unterhaltsam mit Techniken wie Illustrationen, Zeichentrick oder Animationen. Kennzeichnende Elemente sind nach Angaben von Simpleshow und Infotainweb das Storytelling und die Multisensorik. Die zumeist ein- bis dreiminütigen Videos erschöpften Themen nicht, sondern zeigten die relevanten Zusammenhänge effizient auf.

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