09.03.2015 |   Mount Barley Publishing-Umfrage

Masse der Journalisten nutzt Social Media äußerst selten

Journalistenumfrage „Mensch, Journalist!“ - Häufigkeit der Internetnutzung in der Freizeit. Grafik: Mount Barley Publishing
Journalistenumfrage „Mensch, Journalist!“ - Häufigkeit der Internetnutzung in der Freizeit. Grafik: Mount Barley Publishing

"Journalisten sind Social Media-Muffel" - Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Dietzenbacher Verlags Mount Barley Publishing, an der 470 Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen haben. Demnach nutzen die meisten Medienvertreter die Sozialen Medien sowohl privat als auch beruflich wenig.

Gerade einmal 32 Prozent der Befragten haben bei der Frage nach dem privaten "Senden oder Empfangen von Mitteilungen in sozialen Netzwerken" die Antwortmöglichkeiten "relativ häufig", "häufig" oder "sehr häufig" angekreuzt. Bei der Frage nach der Nutzung zu beruflichen Zwecken waren es 33 Prozent. Allerdings lässt es Verlagsgeschäftsführer Fabian Gerstenberg offen, wie die Teilnehmer den Begriff "häufig" für sich definieren.

Wie dem auch sei: Für Gerstenberg ist das Umfrageergebnis eine Bestätigung bisheriger Erfahrungen. "Wir hatten bereits in unseren vorherigen Umfragen und in verschiedenen Interviews mit Journalisten, die in unserem Blog auf blog.mountbarley.de veröffentlicht sind, festgestellt: Die Bedeutung von Social Media ist völlig überbewertet", berichtet der ehemalige Leiter Marketing und Kundenservice beim mittlerweile von news aktuell gekauften
Verlag Dieter Zimpel. Die Masse bewege sich äußerst selten auf Twitter, Facebook, Youtube, Instagram et cetera. "In unserer Umfrage "Presseinformationen 2014" gaben 69 Prozent der Journalisten an, dass Social Media Sites von geringer beziehungsweise sehr geringer Bedeutung für die redaktionelle Arbeit sind", sagt Gerstenberg. Im Übrigen seien auch Online-Presseportale für die Arbeit von fast zwei Dritteln der Journalisten nur von geringer oder gar sehr geringer Bedeutung.

Aus den Umfrageresultaten können Mitarbeiter in Presseabteilungen und PR-Agenturen die Schlussfolgerung ziehen, dass es immer noch der direkte Kontakt per Telefon, Face-to-face-Kommunikation oder E-Mail sind, mit denen sie bei den Medienvertretern mit ihren Inhalten punkten können. "Das Zur-Verfügung-Stellen von relevantem Content im Social Web und auf Online-Presseportalen kann bei Verwendung von Links natürlich zu positiven SEO-Effekten führen", meint Gerstenberg, "Journalisten erreiche ich allerdings eher selten über diese Kanäle".

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