21.01.2013 |   Weber-Shandwick-Studie

CEOs entdecken YouTube und meiden Facebook

Weber Shandwick zufolge trägt der CEO etwa die Hälfte zur Reputation seines Unternehmens bei
Weber Shandwick zufolge trägt der CEO etwa die Hälfte zur Reputation seines Unternehmens bei

Die Social Media Präsenz der CEOs von den 50 weltgrößten Konzernen hat sich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. Waren 2010 gerade einmal 36 Prozent im Social Web zu finden, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 66 Prozent an. Dies geht aus einer Weber-Shandwick-Studie hervor.


Der rasante Anstieg von Social CEOs seit 2010 resultiert vor allem aus einer erhöhten Sichtbarkeit der Betreffenden auf deren Unternehmenswebsites und in Videos, vor allem auf der Homepage und im "Über uns"-Bereich. Persönliche Anschreiben, Fotos und kurze Filme sorgen heute bei der Hälfte aller CEOs für eine größere Präsenz als eine bloße Namensnennung und können oft die ersten Schritte zu einer Social Personality in einem globalen Markt sein. 2010 hatte das erst knapp ein Drittel der CEOs erkannt.

Videos auf dem Vormarsch

Corporate Content wird mehr denn je in verschiedenen Filmformaten verbreitet. 2010 mit Ausnahme von nur 18 Prozent der CEOs noch weitestgehend ungenutzt, entwickelten sich Corporate Videos inzwischen zu einem anerkannten Tool, das von 40 Prozent der Geschäftsführer genutzt wird. Dabei werden die Clips häufig nicht nur auf der Firmenwebsite veröffentlich, sondern per unternehmenseigenem YouTube-Kanal auch auf anderen Seiten und Blogs eingebunden und schaffen so zusätzliche Reichweite und Mehrwert.

Nutzung sozialer Netzwerke weiterhin schwach

Die Nutzung sozialer Netzwerke durch CEOs ist von 2010 bis 2012 lediglich von 16 auf 18 Prozent gestiegen. James Warren, Chief Creative Officer bei Weber Shandwick Digital, kommentiert diese Entwicklung wie folgt: "Die Aktivitäten globaler CEOs in Social Networks mögen sich nicht sehr erhöht haben. Die Präsenz der Betreffenden in anderen sozialen Medien spricht jedoch dafür, dass Social Web-Plattformen genau beobachtet und dort gewonnene Erkenntnisse für andere Kanäle adaptiert und eingesetzt werden."

Große regionale Unterschiede

US-amerikanische CEOs übertreffen ihre internationalen Kollegen beim Thema Social Visibility – noch: In Europa ist das CEO-Engagement mit 67 Prozent 2012 gegenüber 12 Prozent 2010 am stärksten gestiegen. Schlusslicht bilden CEOs aus dem Asia-Pazifik-Raum (APAC), deren soziale Sichtbarkeit in den letzten zwei Jahren zurückgegangen ist.

Auch in der Nutzung unterschiedlicher Plattformen bestehen regionale Unterschiede. So nutzen US-Amerikaner mit 40 Prozent am liebsten soziale Netzwerke, während weder Profile von CEOs aus APAC-Ländern, noch aus Lateinamerika dort ausgemacht werden konnten. Europäer sind in den einschlägigen Netzwerken zwar vertreten, bevorzugen mit 38 Prozent jedoch den Video-Dienst YouTube.

Anzahl an falschen Social Network Profilen steigt

Überraschend und zugleich alarmierend ist 2012 die gestiegene Anzahl sogenannter Fake-Accounts in sozialen Netzwerken. Etwa ein Drittel der Top CEOs waren als Inhaber gefälschter Social Media Profile angegeben, die entweder unkorrekte Angaben über das Unternehmen beinhalteten oder mehrfach unter demselben Namen angelegt waren.

Für die Studie "Socialising Your CEO: From (Un)Social to Social" untersuchte Weber Shandwick die öffentlich sichtbaren Aktivitäten von Geschäftsführern der 50 weltweit größten Unternehmen gemäß Fortune Global 500 Ranking, darunter 15 CEOs in den USA, 21 in Europa, 11 im asiatisch-pazifischen Raum und 3 in Lateinamerika.

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