17.09.2013 |   Studie von Mount Barley

Presseinfos per Massenversand wandern in den Papierkorb

Kommunikatoren aus Unternehmen sollten ihre Zielmedien kennen, und diese zielgerichtet und frühzeitig mit relevanten Informationen versorgen.
Kommunikatoren aus Unternehmen sollten ihre Zielmedien kennen, und diese zielgerichtet und frühzeitig mit relevanten Informationen versorgen.

Individuelle Inhalte sind wichtiger als die Größe des Presseverteilers: zu 95 Prozent landen massenversendete Pressetexte bei deutschen Journalisten im Papierkorb. Dies fand die Online-Befragung "Presseinformationen 2013" von Mount Barley heraus.

Rechtzeitig und persönlich informieren

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Wer seine Inhalte veröffentlicht sehen möchte, sollte sich bemühen, sie frühzeitig an Journalisten zu senden. 97 Prozent der deutschen Journalisten bestätigen, dass die Chance der Verwertung von Presseinformationen erhöht, wenn sie relevante Inhalte frühzeitig erhalten.

Wichtig ist auch, sich vom Massenversand von Pressetexten zu verabschieden. Persönlicher Kontakt wird von allen befragten Journalisten bevorzugt, und 92 Prozent präferieren exklusive oder individuelle Presseinformationen. Bei 95 Prozent wandern unaufgeforderte Presseinformationen ungelesen in den Papierkorb.

Persönlicher Kontakt heißt auch: Journalisten sprechen am liebsten mit Pressesprechern (81 Prozent) und PR-Leitern (68) Prozent von Unternehmen. Geschäftsführer zählen für 59 Prozent auch noch zu den wichtigsten Kontaktpersonen. PR-Mitarbeiter und Facharbeiter hingegen wollen nur 49 und 48 Prozent sprechen.

Erreichbarkeit beachten

Wer Journalisten erreichen möchte, sollte dies bis zur Mittagspause versucht haben, denn die beste Erreichbarkeit von Journalisten ist zwischen 10 und 12 Uhr. Während Redakteure von Tages- und Wochenzeitungen eher nachmittags mit ihren relevanten Experten aus Unternehmen kommunizieren, sind Redakteure von Publikumszeitschriften mit fast 70 prozentiger Sicherheit zwischen 10 und 11 Uhr zu erreichen. Bei fast der Hälfte der Fachmedien bietet sich ein Anruf am Nachmittag an, denn hier ist vormittags Redaktionsrunde.

Als Informationsquellen sind Nachrichtenagenturen, Firmenwebsites und Suchmaschinen wichtiger für Journalisten als beispielsweise Social-Media-Plattformen. Facebook & Co., Online-Presseportale und Blogs werden von den Befragten als von geringer Bedeutung für ihre redaktionelle Arbeit angegeben.

An der Online-Befragung nahmen 305 Journalisten teil.

Diesen Beitrag


Bookmarken

Diesen Beitrag kommentieren 

Spamschutz

Um zu verhindern, dass hier Roboter Formulare ausfüllen,
bitten wir Sie, die folgende Frage zu beantworten.

Die Beiträge werden von der Redaktion geprüft und innerhalb der nächsten 24 Stunden freigeschaltet.
Wir bitten um Ihr Verständnis.